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MAK

Full text : Monatszeitschrift XXIII (1920 / Heft 7, 8, 9 und 10)

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industrie, zu Beginn des XIX.J3.hI'hl1l'1d8l'1IS gespielt hat, habe ich an anderer

Stelle besprochen": In Leobersdorf bestand allem Anschein nach auf Grund

des dortigen Tonvorkommens seit dem XVIII. Jahrhundert keramische

Tätigkeit, späterhin hat die Familie Doblhoff dort eine Steingutfabrik betrieben.

Wiener-Neustadt und Komeuburg hatten wohl schon im XV. und XVI. jahrhundert

 so viele Hafnereien, daß es sich lohnte, eigene Innungen zu errichten,

auch Stockerau wird genannt, doch gehörten seine I-Iafner zur Wiener Zunft.

Kunstschau xgzo. Raum IX mit Ge. älden von Gustav Kliml



Markt Haag, an der oberösterreichischen Grenze, in dessen Umgebung ein

reiches und treffliches Material früh entdeckt worden ist, war durch Jahrhunderte

 eine der wichtigsten Hafnerstätten Niederösterreichs, von wo große

Mengen Geschirr weithin in die Länder getragen wurden. Der Karren und

die Kraxe waren wie bei den böhmischen Glasmachern, welche schon im

XVII. Jahrhundert nahe und ferne Länder mit ihrer Ware durchzogen, dort

das Beförderungsmittel für Geschirr, wo nicht schiffbare Flüsse zu Gebote

standen. Reicher noch und künstlerisch wie in wirtschaftlicher Hinsicht an

erster Stelle stehend haben Oberösterreich und Salzburg das Hafnerkunsthandwerk

 gepßegt. Salz, Eisen, Edelmetalle und Keramik sind dort die

Grundlage der ökonomischen und kulturellen Entwicklung gewesen. Die

" „Kunst und Kunsthandwerk", XVIXI. Band, Seite 43.
            
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