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Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XIX (1884 / 224)

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fälle, die Brandruinen von Chicago 187i. californische Riesenbaume und in mehreren

Ansichten das weltberühmte Yosemitethal. Folgt Lima, Santiago, Rio Janeiro, charakteristische,

 zum Theil anheimelnde Städte-Ansichten, wechselnd mit einigen prächtigen

Vegetationsbildern. Wenig oder nichts Ansprechendes war in Australien und in Argentina

zu holen. (D- 118-)

(Verein zur Förderung des Handfertlgkeitsunterriohtes in

Wien.) Se. kaiserl. Hoheit Erzherzog Rainer hat das Protektorat des

Vereins zur Gründung und Erhaltung einer unentgeltlichen Knabenbeschäftigungsanstalt

 auf dem Neubau übernommen. Mit der bereits bestehenden

 Schule soll nunmehr auch ein Lehrercursus verbunden werden

und es haben sich bereits 52 Lehrer zur Theilnahme an demselben

gemeldet. Ein erfreuliches Zeugniss des zunehmenden Verständnisses

für die Bedeutung des Handfertiglteitsunterrichtes liegt in der Vermehrung

der Mitgliederzahl des vorgenannten Vereines. Dieselbe hat sich im Laufe

des heurigen Winters geradezu verdoppelt und dürfte dieses Resultat

wohl zum nicht geringen Theile als der Erfolg der drei Vorträge angesehen

 werden, welche im Oesterr. Museum von den Herren Lehrer

Bruhns und Director Sitte gehalten wurden.

Die Gesellschaft zur Forderung der Knnatgewerbeeohule hielt am 2. Mai

unter dem Vorsitze des Präsidenten Grafen Edm. Zichy ihre Generalversammlung ab.

Der von demselben vorgetragene Jahresbericht constatirt den l-Iinzutritt neuer Mitglieder,

die rege Thatigkeit an der Schule, die Anerkennung, welche der Anstalt durch Berufung

von acht absolvirten Zoglingen als Lehrer an Bildungsanstalten des ln- und Auslandes,

oder als Leiter von industriellen Etablissements, durch Erfolge bei Concurrenzen etc.

zu Theil wurde. Von Interesse ist ein vergleichender Blick auf die Verzeichnisse der Stipendisten

 der Gesellschaft und der Mitglieder derselben. Von den 2.4 Schülern, welche im

Jahre 1833 mit Stipendien bedacht wurden, gehören it Böhmen an, 6 Mehren, z Ungarn,

t Salzburg, x Oberösterreich und 3 Wien , dagegen zahlt die Gesellschaft außerhalb Wiens

im Ganzen ll Mitglieder, und zwar in Böhmen 4, in Mahren t, in Ungarn z, in Steiermark

 3, in Tyrol l - einschließlich der Handels- und Gewerbekammern in Graz und

Pilsen und der Gewerbevereine in Graz und Brunn - mit einem Gesammtbeitrage von

183 6., während an Stipendien und Schulgeldern 4327 B. ausgezahlt wurden. - Herr

Lobmeyr erstattete den Cassenbericht, Herr Josef Meyer den Bericht der Revision -

beiden wurde der Dank der Versammlung votirt und die Revisoren, die Herren: Josef

Mayer, Karl Fromme, Rud. v. W'aldheim ersucht, auch für das laufende Jahr dieselbe

 Function zu übernehmen. Schließlich wurden die statutenmaßig ausscheidenden

Mitglieder des Ausschusses, Reg.-Rath Prof. Dr. Alex. Bauer und_ Reg-Rath Bucher.

wiedergewählt.

(Reinigung oftentlicher Knnetdenkmeler.) im Oesterr. Museum haben unter

dem Vorsitz: des Museums-Directors mehrere Sitzungen stattgefunden, welche die Angelegenheit

 der Reinigung öffentlicher Denkmäler zum Gegenstande hatten und an welchen

die Herren: Reg-Rath Prof. Bauer, Reetor der technischen Hochschule, Oberbaurath

Bergmann, Hofsecretar Segen schmidot als Vertreter des kaiserlichen Hofes, die

Gemeinderathe Matzenauer und BildhauetQKangl, der Conservator der Stadt Wien,

Prot. A. l-lauser, vom Unterrichtsministeriurn der Sections-Rath Dr. C. Lind und der

Ministerial-Secretär Dr. C. Zeller Theil nahmen. Es wurde nach eingehender Berathung,

da man über die eigentlichen Zielpunkte schon bei früheren Besprechungen klar geworden

war, bestimmt, als Versuch die Reinigung bei einem öffentlichen Bronze-Monument vorzunehmen

 und sodann nach Maßgabe der hierbei gewonnenen Erfahrungen an die Reinigung

 jener Monumente zu schreiten, bei denen die Dringlichkeit nach einer solchen

am stärksten hervortritt. Der Anfang wurde mit dem verhaltnissmäßig kleineren und

leicht zu behandelnden Denkmal Ressefs auf dem Platze vor der technischen Hochschule

 gemacht.

(Bau von k. k. Unterriohteenetalten.) Nachdem, begünstigt durch den niederen

Wasserstand im Donaucanale, die Ausschöpfung des Wassers aus den Fundamentgraben

in der Hegelgasse zum Bau der lt. k. Unterrichtsanstalten (Staatsgewerbeschule, staatliche

Lehrer-Bildungsanstalt, Anstalt zur Hernnbildung von Kindergärtnerinnen u. s. w.) auf

dem Platze zwischen der Hegel-, Fichte-, Schellinggasse und der Schwarzenbergstraße

bewerkstelligt werden konnte, ist der Bau rasch bis zur Parterrehöhe vorgeschritten, Bemerltenswerth

 bleibt es, dass in der Hegelgasse bis zu einer Tiefe von 14 Meter gegraben

werden musste, um Schottergrund zu finden. Vor 400 Jahren befand sich dort der alte
            
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