Filigran- und Netzglas-Dekoren) begegnen uns ebenso wie Mustertafeln und Musterbücher.
Hauchzarte Wiener Hohlglas- und Wachsperlen, venezianische Glasperlen-Musterbücher mit
Hunderten von Stickperlen, Büschel böhmischer Biedermeierperlen, Riedel’sche „Ballotini“ der
Jahrhundertwende beeindrucken ebenso wie die Colliers aus Hohlglasperlen in vielen Farben und
Techniken, mit und ohne „Gürteln“ (glatt oder gestrichelt), melonenförmig formgeblasen oder hohl
gewunden.
Massive Perlen mit Treppen- und Rautenschliff belegen die hohe Kunst des Glasschleifers.
Raffinierte Färbetechniken (Massefärbungen, Überfänge, Färb-, Silber- und Goldeinzüge)
ermöglichten subtile Nuancen, und variantenreich sind die Perlen-Metallisierungen, die
kupferfarbenen Perlen, die innengerippten Goldperlen, die Irisierungen zu Lüstrierungen. Dem
„Lampenbläser“ oder „Glasspinner“ verdanken wir gewickelte Perlen mit aufgeschmolzenen
Verzierungen aus feinen Glasstäbchen.
Seit jeher hatte man im „Fabriksprodukten-Kabinett“ dem Aspekt der Technologie, der Darstellung
von Arbeitsabläufen besondere Aufmerksamkeit gewidmet, sodaß heute noch die Entstehung einer
Perle in mehreren Stadien verfolgt werden kann: vom „Stängel“ zur „Sprengperle“, von der
geschliffenen zur polierten böhmischen Perle. In Formen „gequetschte“ Halbfabrikate sind ebenso
erhalten wie metallene Fassungen für gläserne Teile zu Ringen, Anhängern und Ohrgehängen.
Sollte es gelingen, dem vorliegenden Werk weitere Publikationen folgen zu lassen, wäre dies nur
durch die Mitarbeit vieler Menschen und Institutionen möglich. Das Interesse an einem
gemeinsamen Thema führte zur Bildung von Arbeitsgruppen, aus denen Freundschaften
entstanden: die Faszination der Glas- und Porzellanperle hatte uns in ihren Bann gezogen. Sie
alle seien hier bedankt: jene, die ihr Wissen und ihre privaten Perlen-Kostbarkeiten bereitwillig
zur Verfügung stellen; jene, die beharrlich mithalfen, schwierige Probleme zu lösen und jene,
deren Begeisterung dazu beitrug, die von ihnen mitverursachte Überfülle des Materials zu
bewältigen. Mein Dank gilt darüber hinaus allen nachgenannten Personen und Institutionen, die
mich bisher in jeder erdenklichen Weise bei meinen Forschungen unterstützten:
- Herrn Dr. Thomas Werner (Direktor des Technischen Museums Wien) sowie seinen Mitarbeiterin
nen und Mitarbeitern
- Herrn Dr. Alfred Lechner, dem Begründer und ehemaligen Leiter des Universitätsarchivs der Tech
nischen Universität Wien
- Herrn Dipl. Ing. Erich Jiresch, Leiter des Universitätsarchivs der Technischen Univesität Wien,
sowie Frau Dr. Juliane Mikoletzky und Herrn Mag. Johann Axnix
- Frau Dr. Ingrid Weidinger (Direktorin der Bibliothek des Österreichischen Patentamts, Wien), ihren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (Frau Brigitte Reicher, Herrn Walter Amstötter, Herrn Helmut
Hammel, Herrn Wilhelm Korinek)
- Herrn Direktor Walter Dürr und Frau Dr. Monika Boosen (Museum für Natur & Stadtkultur, Schwä-
bisch-Gmünd)
- Herrn Heinz Kleinert (Gablonzer Archiv und Museum e.V., Kaufbeuren-Neugablonz), seinen Mit
arbeiterinnen und Mitarbeitern
- Frau Susanne Rössler (Neugablonzer Industrie- und Schmuckmuseum e.V., Kaufbeuren-Neu
gablonz), ihren Mitarbeiterinnern und Mitarbeitern
- Herrn Dr. Klaus Breit, Schwäbisch-Gmünd; Herrn Mario Coressi, Wien (Firma M. Hurtz & Söhne,
Wien, „Goldperle“); Herrn Heinz Fitschek, Steyr-Gleink; Herrn Adolf Glaser, Schwäbisch-Gmünd;
Herrn Artur Kratzmann, Enns; Herrn Alfred Mantel sen. und jun., Mauerstetten-Steinholz; Frau
Maria Reiter, Wien
- Herrn Hofrat Prof. Mag. Ludwig Neustifter für die Gestaltung von Schutzumschlag und Einband
des Buches
Mein herzlicher Dank gilt vor allem auch den Herren Fritz Kaltenbrunner, Ing. Alfons Pessl und
Joschko A. Buxbaum für ihren großen Einsatz und ihre Unterstützung des Buch- und
Ausstellungsprojekts; darüber hinaus unterzog sich Herr Fritz Kaltenbrunner der mühevollen
Arbeit des Korrekturlesens mit bewundernswerter Geduld.
Dem Thema und seiner schwierigen Terminologie widmete sich Frau Ann Dubsky bei der
Übersetzung ins Englische mit besonderer Hingabe; ohne Zweifel leistete sie dabei Pionierarbeit,
vorwiegend bei jenen fachspezifischen Problemen, die - wenngleich anfangs unübersetzbar
erscheinend - von ihr bravourös gemeistert wurden.
Wien, im Oktober 1994 Dr. Waltraud Neuwirth
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