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MAK

Full text : Grosse Kunst aus Österreichs Klöstern

DENKMÄLER  ANGEWANDTER  KUNST

263  Elf  enbeinrelief,  Himmelfahrt  und  Majestas  domini,
  Mandorla  von  Engeln  getragen,  Sonne  und  Mond.  Am
Rand  Akanthusblattrahmen.  H.  23  cm,  Br.  11.7  cm.  Metz,
IX.  —X.  Jh.
Die  Elfenbeintafel  eingesetzt  in  den  Einband  eines  Sacramentars
  mit  spätgotischem  Silberrahmen  und  gravierten
Distelranken;  in  den  Ecken  aufgesetzte  Medaillons  mit
Relieffiguren  der  Evangelisten.  Oberrhein,  2.  Hälfte
XV.  Jh.  Das  Manuskript  des  Sacramentars  aus  dem
X.  Jh.
Stift  St.  Paul  i.  Lavanttal,  aus  der  1806  säkularisierten
Reichsabtei  St.  Blasien  i.  Schwarzwald.
264  Elfenbeinrelief,  Marientod,  mit  Spuren  der  alten
farbigen  Fassung  und  Vergoldung.  H.  15.1  cm,  Br.  13.3  cm.
Byzanz,  Ende  X.  Jh.
Stift  Klosterneuburg.
Lit.:  A.  Goldschmidt  und  K.  Weitzmann,  Die  byzantinischen ­
  Elfenbein-Skulpturen,  2.  Bd.,  Nr.  178.
265  Leuchter,  Kupfer  in  Rotguß  und  Treibarbeit,  mit
Vergoldung,  Silberbeschlag  und  Niello.  Vergoldeter  Dreifuß ­
  mit  drei  Löwenmüttern  und  drei  Löwenjungen,  in
vergoldetem  Rotguß,  mit  Silberauflagen  auf  Rücken  und
Schenkeln;  säulenförmiger  Schaft,  spiralförmig  gewunden ­
  mit  getriebenem  Tierfries  (Löwen  u.  Drachen)  und
spiralförmig  gewundenem  Silberband  mit  gravierten
Blattranken;  am  Leuchterschaft  drei  Knäufe  in  Rotguß
mit  Vergoldung  und  silbernen  Tierauflagen  mit  Niello;
Leuchterschale  geschmiedet,  graviert,  vergoldet  und
platiert.  Eisendorn,  Schraubmutter  mit  Resten  von
Platierung.  H.  41.3  cm,  mit  Dorn  49.7  cm.  Um  1000.
Stift  Kremsmünster.
Lit.:  Ausstellung  Wiener  Altertumsverein,  1860,  Kat.
Nr.  93,  Ausstellung  Kirchliche  Kunst,  österr.  Museum
1887,  H.  Luer  und  M.  Creutz,  Geschichte  der  Metallkunst, ­
  1.  Bd.,  p.  289,  Otto  v.  Falke  und  Erich  Meyer,
Bronzegeräte  des  Mittelalters,  1.  Bd.,  S.  2,  T.  1.
266Reliquiar-Elfenbeinkästchen  mit  Pyramidendach, ­
  Durchbruchsarbeit,  Tierbilder,  Ranken,  Palmetten
und  Kreuzrosetten,  mit  tiefer,  grün,  rot  und  schwarz  gefüllter ­
  Gravierung.  Holzgehäuse  mit  ausgesägten,  gravierten ­
  Elfenbeinplatten  auf  vergoldetem  Kupferbelag.
H.  18.5  cm,  L.  19.8  cm,  Br.  8  cm.  Salzburg,  XI.  Jh.  Aus
dem  Erzstift  St.  Peter.
Sammlung  Oskar  Bondy.
Lit.:  A.  Goldschmidt,  Die  Elfenbeinskulpturen.  2.  Bd.,
Nr.  182  a—c,  T.  57  u.  58.

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