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Volltext: Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Zweite Reihe: Ingenieur-Wesen, wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht

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Noe, ebenfalls einem Wiener, 1870, bei welcher das positive Metall 
eine dem Neusilber ähnliche, das negative eine antimonreiche Legi- 
rung ist; das Nähere über die Zusammensetzung dieser Legirungen 
hält der Erfinder bis jetzt geheim. 
Den Höhepunct der durch die Erfindung der Yolta-Säule begon 
nenen Entwicklung bildet die rasche Aufeinanderfolge der Ent 
deckungen des Elektro-Magnetismus durch Oerstedt, der Elektro- 
Dynamik durch Ampere, des Botations-Magnetismus durch Aiago 
und der elektrischen Induction durch Faraday. M enn ein durch 
eine Dratspule fliessender Strom einen weichen Eisenkern in deren 
Innerem magnetisch macht, so muss auch ein weicher Eisenkern, 
der durch die Einwirkung eines Stahl-Magnetes magnetisch wild, 
in der ihn umgebenden Spule einen Strom erregen, so schloss 
Faraday aus dem Gesetze der Wirkung und Gegenwirkung und hatte 
die Induction entdeckt. Wird der weiche Eisenkern zum Magnet, 
so erregt er in der ihn umgebenden geschlossenen Spule einen zu 
den Ampere’schen Strömen des Magnetes entgegen gesetzt gerich 
teten Strom, beim Aulhören seines Magnetismus einen mit diesen 
Strömen gleichgerichteten momentanen Strom. Diesen speciellen Fall 
der Induction durch Rotation von Stahl-Magneten vor weichen Eisen- 
Kernen oder von weichen Eisenkernen vor Magneten zur Erzeugung 
elektrischer Ströme zu benützen, sucht die magneto-elektrische 
Maschine. Ein von den rotirenden Theilen selbstgesteuerter Oommu- 
tator gibt, wenn man es wünscht, den wechselnden Strömen die 
gleiche Richtung. Die erste solche Maschine construirte 1832 dal 
Negro, Professor zu Padua, dem noch im selben Jahre Pixii folgte. 
Bei der Prager Naturforscher-Versammlung von 1837 zeigte und 
erklärte Professor A. von Ettingshausen aus Wien eine vorzügliche, 
nach seiner Angabe vom Wiener Mechaniker J. M. Eckling verfer 
tigte magneto-elektrische Maschine. Die Maschine lässt Eisenkerne 
vor Stahl-Magneten rotiren; sie gestattet kurze und dicke Eisen- 
Cylinder, von wenigen Lagen dicken Drates umgeben, mit längeren 
und dünneren Eisen-Cyliudern, deren Spulen viele Lageii dünneren 
Drates tragen, auszuwechseln; bei Anwendung der ersteren waltet die 
Quantität, bei der der letzteren die Intensität des elektrischen Stromes
	        
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