MAK

Volltext: Monatszeitschrift V (1902 / Heft 10)

Ausstellung in Düsseldorf, Zimmereinrichtung von H. Koch, Hauszl-l. Sxroucken-Krefeld 
Kunstverglasungen, Teppiche, Möbelstoffe, Keramiken. Gewiss nicht alles 
schön und zukunftsreiche Entwicklung verheissend, aber alles bedeutend, 
nichts Gewöhnliches darunter. Und man muss es van der Velde zugestehen, 
bizarr erscheint er uns oft, nie aber mit Bewusstsein gesucht, und das will 
schon etwas bedeuten in unserer manierierten Zeit. Die oben genannten 
Höhrer und Grenzhausener Keramiker sind durch treffliche leuchtende Stücke 
vertreten, Stroucken-Krefeld hat das Mobiliar geliefert, Kottmann-Krefeld 
die Möbelbezüge, aus Krefeld stammen auch die Teppiche und die Kunstver- 
glasungen, Elkan-Berlin hat die Bronzen und Silberarbeiten ausgeführt, Hirsch- 
Wald-Berlin die Schmucksachen. Interessant ist die Mantelschliesse aus Silber 
und Mondstein und die grosse goldene Spange für einen Gesellschaftsmantel, 
mit Opal, Feuertopas und Brillanten, auch die silbernen Tischleuchter mit dem 
Schlangenmotiv, von Arnold in Dresden; im Schmuck und in den Silbergeräten 
ist van der Velde uns am liebsten. Die Wiener moderne Kunst ist ihm unsym- 
pathisch, er schilt sie eine ungesunde, verdorbene Erfindungskunst, er tadelt an 
ihr gerade das, was uns an ihr erfreulich und hoffnungsvoll erscheint, ihr Be- 
streben, den Faden geschichtlicher Entwicklung dort wieder aufzunehmen, wo 
ihn die Romantik hat fallen lassen, bei der biedermeierischen Umwertung des 
Wiener Empire. Das Um und Auf, das letzte und höchsteZiel unserer Reform-
	        

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