MAK

Volltext: Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 5)

Ausstellung der Wiener Kunsxgewerbeschule. Moser-Schule 
in der Weckung und Belebung ihrer Phantasie, in dem Hinweis auf die 
unerschöpfliche Fülle künstlerischer Ausdrucksmittel und in der Entwicklung 
des Farbensinns. Nicht alles, was wir da sehen, mutet uns freundlich an, 
aber man hat die Empfindung, dass Moser seine Schüler mit suggestiver 
Kraft über sich hinaushebt und in ihnen Quellen der Anregung und des 
Schaffens erschliesst, die nicht leicht versagen werden. S0 hat er aus Rosa 
Neuwirth ein reich sprudelndes Talent herangebildet, das mit scheinbar 
grösster Leichtigkeit seine Einfälle in stets neue Form zu kleiden weiss. Mit 
Virtuosität und Kraft wird der Holzschnitt in dieser Schule gepflegt, manches 
Blatt ist ganz im Charakter der Werke des XVII. Jahrhunderts. Hilde und 
Nora Exner, Fräulein Trethann, Baumfeld, Kollmann, Wachsmann, 
Machowska und Franz Fiebiger fesseln die Aufmerksamkeit, Fräulein Krasniks 
und Sikas Vielseitigkeit und Geschick ist von anderen Ausstellungen her 
bekannt. 
Auch die Schulen Myrbachs und Kargers sind vorwiegend Damenschulen, 
bei Karger treten überhaupt fast nur mehr Damen ein. Seine und Myrbachs 
Natur und Richtung ist aber so grundverschieden, dass man nicht sagen kann, 
ein gemeinsamer weiblicher Zug sei ihnen aufgeprägt. Bei Karger, der das
	        

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