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Volltext: Monatszeitschrift XI (1908 / Heft 6 und 7)

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Gegner zum Zweikampf heraus. War ein Kämpfer gefallen, so trat der 
nächste an seine Stelle. - Als die Mongolen im XIII. Jahrhundert feindlich 
die japanischen Inseln betraten, forderten 
ebenfalls einzelne Japaner zum Zweikampf 
auf, aber die Mongolen mit ihren Horden 
gingen in geschlossenen, durch Signale ge- 
leiteten Phalangen vor. Die Massen öffneten 
sich, umkreisten den einzelnen Ritter und 
hieben ihn nieder. 
Ein Sturm vertrieb die feindlichenSchiffe 
von der Küste und kein 
zweites Mal hat Japan 
Kämpfe gegen ausländi- 
sche Feinde zu bestehen 
gehabt. 
Wenn wir den Kampf 
der klassischen Griechen 
mit den Persem verglei- 
chen, so finden wir eine 
ähnliche Kampfesverschie- 
denheit. Etwa 1700 Jahre 
später standen sich inJapan 
zweiVölkerschaften gegen- 
über, die durch Jahrtau- 
sende hindurch ihre Tak- 
tiken, wie sie zum ersten- 
mal aus der Fremde einge- 
führt waren, beibehalten 
hatten. Keine kriegerischen 
Ereignisse hatten eine Än- 
derung ernstlich bedingt. 
Jeder Chinese errichtet 
noch heute seinen Vor- 
fahren einen kleinen Erd- 
hügel und fürdie kaiserliche 
Familie werden gewaltige 
Steinmonumente erbaut. 
Wenn die moderne Aus- 
führungvondenGrabstätten 
in dgn alten Kulturländern Abb. a3. Turkestanische Ausgrabungen im Ueno-Museum. Tokio. 
- - r, 2 Köpfe in arischem Typus aus Gandhara, I. oder II. Jahrhundert 
Wesentilch abweicht? S_O nach Christi. 3-8 Köpfe in mongoliscl-i-sernitischem Typus. g Freske- 
durfte in Japan, wohin die malerei VOn buddhistischer Figur 1h semitischern Typus mir grie- 
Idee des Erdhügels in alter chischem Kostum. ro Freskomalerei eines Buddha-Kopfes in mon- 
_ _ __ golischemTypus. 3-10 ausgegraben vom Grafen Otani in Ost-Turke- 
Zelf 8115 China über KOTCR Elan. (Aus Miinsterberg, Japanische Kunstgeschichte, Band III) 
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