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Volltext: Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 2)

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Das Ziel, das sich der Herausgeber dabei gesteckt hat, charakterisiert er 
selbst mit folgenden Worten: 
„Aus all dem, was die Vergangenheit an Kunstgewerblichem uns über- 
liefert hat, steigen die Lebenden jener Tage empor; vor unserem inneren 
Auge spiegelt sich wider, was sie bewegt hat, insbesondere aus welchem 
Empfinden heraus sie ihr Kunstgewerbe gestaltet haben. Dann erst begreifen 
wir das Kunstgewerbe unserer Tage. 
Norddeutscher geschnitzter Schrank 
Das ist das hohe Ziel, dem unsere Geschichte zustrebt. 
Unser Kunstgewerbe will alles, was nicht der Natur oder der Kunst 
selbst entspringt, sondern was uns nur als notwendiges und zweckmäßiges 
Menschenwerk umgibt, mit künstlerischem Inhalt erfüllen. Dadurch hofft es, 
uns einer allgemeinen künstlerischen Kultur entgegenzuführen. Das ist 
eine herrliche Aufgabe. An ihrer Lösung mitzuwirken, ist jeder berufen. Die 
wertvollste Unterstützung gewährt ihm dabei die Geschichte des Kunst- 
gewerbes. Denn nur der, der die Vergangenheit kennt und gebührend 
schätzt, vermag den Aufgaben der Gegenwart gerecht zu werden."
	        

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