MAK

Volltext: Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 4)

Sitz und das große Him- 
melbett, neben dem die 
Wiege nicht fehlen darf, 
sind die Hauptmöbel. 
Das wichtigste Einrich- 
tungsstück aber ist der 
Herd, eine flache Wand- 
nische mit hohem höl- 
zernen Rauchfang, an 
der Wand eine guß- 
Abb 51 Rauen" Krug eiserne, reliefverzierte 
m, m, Hmkeh, Platte zum Schutze vor 
den Flammen, mit dem 
an schwerer Eisenkette hängenden „Hiehl", 
dem gezahnten Kesselgehänge. Über der Relief- 
platte ist ein breites, schrniedeeisernes Quer- 
band, das „I-Iuwiehl", befestigt, welches in 
Messingtauschierung die Namen des Ehepaares Am, 53, Aachens, Hmkmuug 
und das Hochzeitsdatum enthält. Schöpflöffel, 
Fleischgabeln, Waffeleisen und andere Geräte werden hier aufgehängt. 
Schürhaken, Feuerzangen und Blasrohre haben ihren Platz an den beiden 
„Brandruten" vor der Feuerung. Das blinkende Zinn- und Kupfergeschirr 
wird auf der „Anrichte" in Reihen aufgestellt. Leider sind solche Bauern- 
stuben kaum noch in der Eifel zu treffen, nur noch Einzelheiten, oft in 
recht schlechter Modernisierung, haben sich hie und da erhalten. 
Die kleine Antikensammlung des Suermondt-Museums ist mehr durch 
Zufall als systemati- 
sches Sammeln zu- 
stande gekommen. Nur 
die griechische Kera- 
mik wurde in den letz- 
ten Jahren durch An- 
käufe in Griechenland 
selbst und durch Käufe 
aus größeren Samm- 
lungen so ergänzt, daß 
sie jetzt wenigstens die 
wichtigsten Typen der 
einzelnen Vasengattun- 
gen enthält. Scherben 
aus Troja I bis III, aus 
Knosos und Mykenä, 
welche der Schreiber 
Abb. 53. Aachener Krug rnit Duclelsackpfeifer und Aachener Henkelkrug dieser Zeilen an Oft und 
  

	        

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