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Volltext: Monatszeitschrift XVIII (1915 / Heft 6)

allem vertraut mit dem einschlägigen urkundlichen Material, nähergetreten. 
Er erblickt ihn in Joerg Kölderer, dem vielbeschäftigten Hofmaler Kaiser 
Maximilians, das heißt er schreibt ihm den Entwurf zu und nimmt an, daß es 
in Kölderers Werkstatt ausgeführt wurde. Nach Fischnalers trefflicher Unter- 
suchung über den 
Anteil joerg Köl- 
derers an der 
Ehrenpiorte Maxi- 
milians, auf der des 
MeistersWappen 
zwischen dem 
desjohannes Sta- 
bius und Albrecht 
Dürers prangt, 
„hat Stabius, der 
genealogische und 
historische Urhe- 
ber dieses Ehren- 
mals, den Stoff 
geknetet, Köl- 
derer als grund- 
legender artisti- 
scher Schöpfer 
den Leib gestal- 
tet und Dürer 
dem ruhmreichen 
WerkseinenGeist 
eingehauchtWFür 
den Baumeister 
Kölderer, wie er 
ja stets als sol- 
cher neben dem 
Hofmaler erwähnt 
wird, nimmt Fisch- 
naler auch den 
bekannten reizen- 
den Erker des 
Sterzinger Rathauses in Anspruch und kommt dann auf das Lusterweibchen 
zu sprechen. Ich gebe die Stelle im Wortlaut wiederfi 
„In der Mitte des Rathaussaales, den Kölderers wappengeschmückter 
Erker abschließt, hängt an der Decke ein entzückend schön geschnittenes 
Lichtweibchen in polychromer Fassung. An zwei stattliche Steinbockhörner, 
von denen sich drei als Blattgewinde behandelte Festons an die Decke 
' Konrad Fischnaler a. a. O. 
Abb. 3. Vom Lusterweibchen des Rathauses zu Sterzing
	        

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