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Volltext: Monatszeitschrift XXI (1918 / Heft 5, 6 und 7)

Über die Messinggrabplatten der 
Nürnberger Friedhöfe läßt sich Ab- 
schließendes erst sagen, wenn eine 
"F neue Bestandsaufnahme der Denk- 
mäler durchgeführt ist. Da die alten 
Gräber immer wieder neu belegt und 
bei solchem Anlaß die schweren Stein- 
blöcke samt den kostbaren Reliefs um- 
gestürzt werden, kann man nie alle 
Epitaphien gleichzeitig studieren. Da- 
zu kommt, daß viele Gräber völlig mit 
Efeu überwuchert sind und erst wieder 
ausgeschnitten werden müssen. Unter 
diesen Übelständen hat schon das 
_ v _ Trechselsche Inventardes XVIILJahr- 
Abb. L Epnaph des Üijißmachm Hans Gmmd hunderts gelitten. Trechsel vermißt 
zum Beispiel das Epitaph des Rot- 
schmiedes Hans Neydel, das heute noch vorhanden ist (Abb. 79). Hier 
interessieren im wesentlichen nur die Rotschmiedepitaphien und ihre 
Abbildungen von Handwerkserzeugnissen." Trechsel verzeichnet solche 
auf dem Johannisfriedhof, Gugel etliche auf dem Rochusfriedhof, andere 
auf dem zu Wöhrd, zusammen eine ganz stattliche Anzahl, die jedoch 
auffallend klein erscheinen muß, wenn man bedenkt, daß uns ungefähr 
2000 Meisternamen bekannt sind. Manche Rotschmiedepitaphien mögen 
auch darum unserer Aufmerksamkeit entgehen, weil Embleme und Berufs- 
bezeichnung darauf fehlen, wie das etwa bei Hans Wurzelbauer der Fall ist. 
Auch sind ja bekanntlich im Laufe der Zeit viele Steine durch Diebstahl 
"k Unseren Reproduktionen von Epilsphien liegen Gipsabgüsse zugrunde. Für die Erlaubnis, diese anfertigen 
zu lassen, bin ich Herrn Kirchenrat j. Schüler verpllichtet. Die Photographien zu den Abbildungen 5, 14, 20 bis 
22, 24, 26 bis 3x, 47, 57, 66, 68 bis 7x und 77 verdanke ich dem Besitzer der Gegenstände, Herrn Baurat Wallraff. 
 
Abb. z. Blechfragmem mit eingeschlagenen Marken der Nürnberger Rotschmiede, Länge 10-7 Zentimeter 
(vergrößert) 

	        

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