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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe III (1868 / 34)

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am Grabmale Kaiser Maximilians in Innsbruck, von Joseph Bliiger in Innsbruck; eine 
Vergrösserungs-Photographie, direct auf Leinwand übertragen und in Oel gemalt, aus dem 
Atelier von J. Lüwy; ein Kasten mit Sehnitzwerk, aus dem 16. Jahrhundert; zwei ge- 
malte persische Buchdeckel, für Portefeuilles montirt von Gebrüder Rodeck, Eigenthum 
Sr. Excellenz des Grafen Edmund Zieh y ; ein antikes Relief-Fragment, eine kämpfende 
Amazone darstellend. 
(Besuch des Museums.) Die Anstalt wurde im Monate Juni von 6955 Per- 
sonen besucht. 
(Geschenke an das Museum.) Se. Excellenz Graf Edmund Zichy, Curator 
des österr. Museums, hat der Direction des Museums eine sehr schöne Suite von Porcellan- 
mustern aus den Jahren 1804-1806 als Geschenk des k. k. Hof- Gold- und Silberfshri- 
kanten Herrn J. K, Klinkosch übergeben. Für dieses Geschenk, welches eine Lücke 
in der cernmischen Abtheilnng des Museums vollständig ausfüllt, wird hiemit der Dank 
der Anstalt ödentlich ausgesprochen. In gleicher Weise fiihlt sich die Direcliou zu Dank 
verpdichtet dem Herrn Fr. Dethier, Director der österr. Schule in Constantinopel, für 
die Ueberseudung eines Amazonenreliefs, Gypsabguss nach einem Originale in Constan- 
tinopel. 
(Schenkung einer Sammlung von Lyoner Seldensloßmuslern.) Eine 
Sammlung von hohem historischen und kunstgewerblichen Interesse ist dem öslzerr. Museum 
im Laufe der letzten Wochen von Seite der Lyoner Handelskammer durch die freundliche 
Intervention des unserem Institute überaus wohlwollenden und thätigen Pariser Corre- 
spondenten Herrn Hofrathes und Generalconsulats-Dirsctors Dr. W. Bitter v. Schwarz, 
als Gegengesehenk für eine Anzahl von Gypsabgüssen aus dem Atelier des Museums, sus- 
gestellt in Paris 1867, zu Theil geworden. Sie enthlilt 463 kleinere Muster aus dem 17., 
18. und 19. Jahrhundert, und vier grössere Steife von besonderem Werth des Materials 
und der Zeichnung. 
Wir geben im Nachfolgenden das genaue Verzeichniss dieser Gegenstände: 
Nr. 1. 69 Stücke gezogener Sammt, kleiugemustert, 18. .lahrh., 
9 47 „ du. do. du. do 
„ ... . 
, 3. 63 „ kleingemusterter Samnit, gezogen und geschnitten, 18. Jahrh., 
„ 4. 3 „ kleingemusterter geschnittener Sammt mit Ueberschussliguren, 18. Jh., 
„ 5. 23 „ gemusterter Summt mit chinirter Kette (geliammt), 18. Jabrln, 
sümmtlich für Kleider. 
„ G. 11 , verschiedene kleingemusterte Sammtstoife für Wagen, 18. Jahrh. 
„ 7. 39 „ gemusterte Kleiderstode (Droguets), 18. Jahrh. 
„ 8. 42 „ Gewebe mit Repsfond und iiberschossenem Muster. Kleiderstolfe aus 
dem 1B. Jalirh. 
„ 9. 10 „ Kleiderstoße, genannt „Mexicaines,", aus der Epoche Ludwig XIV. 
„ lO. 4 „ gemusterte und broschirte Kleiderstode aus der Epoche Ludwig XIV. 
„ 11. 30 „ Giletstolfe mit Grosgraingrund, swei- und vierfarbig überschossen, 
19. Jahrh. 
,. 12. 12 ,., Sammtwesten, gemustert, 19. Jahrh. 
„ 13. 21 „ Giirtelblinder, fnconnirt und brochirt, 19. Jahrh. 
„ 14. 16 „ verschiedene Gattungen gemusterter Stoffe für Sonnenschirme, 19. Jh. 
„ 15, 1G „ Gaze und Dünntuch (Marabouts), verschiedene Kleiderstode, 19. Jshrh. 
„ 16. 8 „ verschiedene Gewebe mit Stroheinschlag, 19. Jahrh. 
,. 17. H) „ stoße Hi: den Orient mit Metallschuss, sog. Bundzeuge, 19. Julxrh. 
Zusammen 463 Stücke. 
Ferner: 
Atlas mit Grosgraingrund mit Silber broschirt, für Möbel; aus der Epoche Louis XIII. 
Weisser broschirter Grossgrainstoß, v I k, .d 
Violetter Grosgraiustod mit Seide und Gold broschirt, (H3? 3' er am d" 
Stoff mit Reps und Atlasliguren, schwarzer Grossgraiugruurl, I" m es 19' Jahrh" 
(Relehenberger Ausstellung Die Hnndels- und Gewerbeknmmer in Reichen- 
berg hat auf ihr Einschreiten vom k. k. Handelsministerium die Ermächtigung erhalten, 
zur Unterstützung der von dem k. k. österr. Museum veranstalteten Ausstellung von kunst- 
gewerblichen Gegenständen aus ihrem Reservefonds einen Beitrag von 100011. zu ver- 
wenden. Sicherem Vernehmen nach wird in sehr verständiger Weise ein Theil dieser 
Summe zum Ankauf von Lehrmitteln des Museums benützt werden, die den Schulen des 
Reicheuberger Knmmerbezirkes am Schlusse der Ausstellung geschenkt werden sollen. 
Briefe aus Reichenberg berichten über die steigende Theilnuhme, welche die Filial- 
ausstellnng des österr. Museums dort findet. Die Ausstellung wird nicht blos von Wien 
aus reich beschickt werden, sondern auch von dem Knmmerbezirke Reichenberg.
	        

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