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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe IX (1894 / 7)

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oft nur zum geringen Theil mit der Erscheinung des realen Vorbildcs deckt, 
lässt sich unschwer feststellen. Auch bei hochentwickelten Culturvölkern 
finden wir nur ein relativ schwaches Erinnerungsvermögen für die Erschei- 
nungen der Formenwelt. Es ist daher erklärlich, dass eine in primitiver 
Weise aus der Erinnerung wiedergegebene Erscheinung keine wenn auch 
noch so einfache Abbildung im Sinne der mudernen Auffassung sein 
kann. Nur in seiner allgemeinsten Form wird das Geschaute erfasst werden 
können und die einfachsten charakteristischen Merkmale sind es nur, an 
welchen der naive Beschauer sein eigenes Gedächlniss so viel als nöthig 
aufzufrischen vermag, um sich das Urbild rnit mehr oder weniger Sicher- 
heit zu vergegenwärtigen. Mögen die simplen Figuren, zur Fixirung des 
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