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Volltext: Alte und Moderne Kunst IX (1964 / Heft 73)

:h hohen Aufstellung der Ödenburger 
nicht festgestellt werden. H An der 
1c von Tata läßt sich die Weiterent- 
ng eines jeden dieser Züge beobachten. 
mütig gebeugte Haltung der sich nach 
neigenden Zwettler Immaculata wurde 
ir feinen, S-förmigen Schwingung des 
ren Körpers umgeformt. Mit breiten, 
en Falten begleitet das Gewand die 
ung der Figur. Auch die Chcrubs- 
en, die bei der Zwettler Statue aus 
n hervorschauen und die Weltkugel 
gen, wurden hier wiederholt; während 
ort das Engelchen neben der Figur, auf 
Wolke kniend, eine Lilie emporhebt, 
it es in Tata bei der Hüfte der Madonna 
alt den Saum ihres vom linken Arm 
erfallenden Mantels. Im Vergleich zu 
iheren Darstellungsarten ist das Gesicht 
val geformt, schmal, von klassischem 
'. Es klingt an den Minerva-Typ der 
nischen Preisarbeit Schletterers aus dem 
[757 an. 
:h in der Formgebung der Immaculata 
irenden Wandlungen vollzogen sich 
ach der Ödenburger Fassung nicht auf 
bei Schletterer; an mehreren seiner 
Werke können wir das allmähliche Reifen der 
verfeinerten, endgültigen Lösung verfolgen. 
Als erstes Stück dieser Entwicklungsreihe ist 
die zur Zeit verschollene, etwa 20 cm hohe 
Statuette der Irnrnaculata anzuführen, die sich 
im Jahre 1953 in der Frankfurter Kunst- 
handlung Wilhelm Henrich befand (Abb. 4). 
Die Neigung des Oberkörpers und die rund- 
liche Gesichtsform sind noch dem Zwettler 
Typ nahestehend. An Stelle des Cherubsköpf- 
chens neben dem linken Fuß der Madonna 
ist hier ein Wolkengebilde getreten. Das 
nächste Stück der Reihe ist ebenfalls ver- 
schollen. Bis vor dem zweiten Weltkrieg befand 
es sich im Zisterzienserkloster zu Zirc. Das 
Material der Statue war Gips, ihre Höhe gleich 
jener in Tata5. An dieser können wir bereits 
die S-förmige Schwingung des Körpers be- 
obachten, und auch die Wolke neben dem 
linken Fuß der Gestalt ist hier bereits durch 
einen Engelskopf ersetzt, während die beiden 
Cherubim der rechten Seite noch fehlen. Nach 
den Varianten in Zwettl, Ödenburg und Frank- 
furt mag dieses das vierte Glied der Kette 
sein, deren letztes die endgültige, letzte 
Fassung, die Statuette des Museums von Tata, 
darstellen dürfte. 
Die Entstehungsdaten der letzten drei kleir 
einander nahestehenden und aufeinander 
genden Varianten sind uns nicht bekannt. A 
fehlen uns nähere Angaben darüber, wann 
Gipsmodell nach Zirc gelangte. Das Werl- 
Tata dagegen dürfte nach Ungarn gekomr 
sein, als Graf Franz Esterhazy in den jah 
1763-1778 sein neues Schloß bauen ließ v 
mit seiner Familie für länger in Tata Aufentl 
nahm. 
Wie bereits erwähnt, steht der Gesicl 
typ der Statuette von Tata der Hauptfi 
der 1757 entstandenen Minervagruppe s 
nahe. Dagegen entspricht die Technik 
Haarbehandlung völlig der lockigen H: 
tracht der Sonntagberger Altarengel, ei 
Schöpfung aus dem Jahr 1756. Der kräE 
Körperbau der Engel wird in der Mado 
von Tata zu ätherischer Schlankheit gewanc 
Zieht man den allmählichen Wandel und 
Analogien in der Darstellungsform in 
tracht, so dürfte die Statuette des Musex 
von Tata ihre endgültige Form bereits 
den jahren um 1760 erlangt haben und kör 
auch schon vor der Beendigung des Schl 
baues im Besitz des Grundherrn von 1 
gewesen sein. 
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