MAK

Full text: Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 12)

Weltausstellung zu St. Louis, Eugenia F. Glamau, „Im Stalle" 
interessanten Raum aus. Er bildet in seiner äusseren Form eine Kopie des 
Nikkotempels. Hier finden wir reiche Schnitzarbeit auch am Mobilar. Iris 
und Chrysanthemum bilden die Motive eines hohen Stuhles, Maulbeere 
diejenigen eines Sophas und Armstuhles. Die Füsse sind Lotusblumen, die 
Sitze aus vergoldetem Leder. Ein Tisch zeigt mythologischen Schmuck. 
Der Raum selbst ist mit „HowoWVögeln und „KirW-Bäumen nach Entwürfen 
des Malers Tanju geschmückt. Türen und Wandschirme sind geschnitzt und 
Gold sowie farbige Pigmente sind in reichern Masse verwendet. Die 
berühmte „Schlafende Katze" von I-Iidari Jingora ruht in getreuer Nach- 
ahmung über der Eingangspforte. Wolken und buddhistische Engel in 
Relief verzieren die Wände. 
Der am allerreichsten ausgestattete Raum der Japaner ist der Empfangs- 
saal der japanischen Darnpfergesellschaft „Nippon Yusen Kaisha", der 
zugleich ein Muster japanischer Ausstattungskunst darstellen soll, um einen 
Begriff der luxuriösen Darnpfereinrichtungen zu geben und urn die 
Amerikaner für ähnliche Einrichtungen der Wohnräume zu interessieren. 
Jimbei Kawashima, kaiserlicher Hofkünstler, hat die Zeichnungen 
entworfen und unter seiner Aufsicht sind die Schnitzereien, Webereien etc. 
ausgeführt worden. Von den drei in Japan üblichen Stilarten, dem strengen, 
dem reichgeschmückten und dem alltäglichen, sind die beiden letzteren
	        
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