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MAK

Full text : Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 7 und 8)


Franziska Hofmanninger, Der neue Hanswurst Franziska Hofmanninger, Lisi

i Dresden, vor einem hohen Fenster zwischen kahlen Wänden erinnert in dem skurrilen

chnitt des Gesichtes an E. Th. A. Hoffmann.

Waldmüllers Landschaftspoesie gehört hieher, die in dieser Ausstellung durch eine

ille Mühle und durch das Bild „Veteranen im Wiener Prater" (2841) vertreten ist. Auf

iesem entzückt die Anmut des Baumschlags besonders.

Karl Blechen, der lang Vergessene, gibt italienische Eindrücke nicht mit heroischer

ebärde, sondern als ein koloristischer Lyriker. Sein Assisi ist voll dekorativer Farbenarmonie,

 gelbgraugrün in schimmernden Übergangstönen gemischt.

Louis Eysens Landschaften entzücken durch die zarten Schleiertöne und die nuanerten

 Übergänge. Mit Recht kann man bei ihm an Daubigny denken.

Ein Corot-Temperament war Eugen ]ettel. Duftig, wolkig schwimmend ist seine holndische

 Landschaft, sein ungarisches Motiv, die Raben um eine Mühle und die Kühe

rn Wasser, in dern abgestimmten Grau und Graubraun der holländischen Flachlandschaft.

Die größte Überraschung aber bereitet das Werk des Weimarers Buchholz (x849

aboren), der x88g in Not und Verzweiflung sich das Leben nahm. Er stellt sich uns hier als

n sehr feiner empfängnisreicher Stimmungsmaler dar, und sein Sehen und sein Malen

'ar sein alleiniges Eigentum, denn er ist nie über Weimar hinausgekommen. Bei ihm,

essen Bilder Corot und Daubigny gefihlsverwandt sind, kann man Temperamentsberühing

 ohne äußere Abhängigkeit erkennen. Hell schimmert sein Frühling; weiß verschleiert

ämmem die Farben des Winterabends mit starrenden Ästen. Die goldene Aue mit der

chafherde am Abhange ist voll schottischem Nebelglanz. Und der Park vom Belvedere

virkt mit seinen breittupi-igen, braungelben Herbsttönen ganz irnpressionistisch.
            
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