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MAK

Full text : Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 10)

512

Dieser schwerwiegende

und tiefgreifende Vorgang

teilt sein Leben in zwei

ungleiche Abschnitte; er

prägt sich in seinem

äußeren Leben wie in

seinem Schaffen aus und

verhinderte ihn, jene allgemeine

 Anerkennung

und jenen Erfolg zu

erleben, die ihm sonst

voraussichtlich geblüht

hätten. KünstlerischeAnerkennung

 ist ihm freilich

schon frühe und oft zu

teil geworden. Ja es kennzeichnet

 geradezu seine

Entwicklung, daß unter

seinen Förderern vorwiegend

 Künstler tigurieren,

daß ein großer Teil seiner

ArbeiteninKünstlerhände

überging. Ein Beweis für

diesen Umstand ist seine

Rudolf Ribarz, Dorf in den französischen Dünen (Cayeux), X880 Aufnahme in den „Cercle

artistique et litteraire",

der von einem Kunstfreund (Martinet) im Anfang der Achtzigerjahre gegründet

 wurde. Ein großer Ausstellungssaal vereinigte die besten der damals

wirkenden Maler und Bildhauer in ausgewählten Werken, die ohne Rücksicht

auf den Geschmack eines größeren Publikums, aber dafür zur eigenen Augenweide

 der Künstler und Kenner zusammengestellt waren.

Auch Ribarz war aufgefordert worden, Arbeiten einzusenden und wie

es unter Künstlern üblich ist, zum Austausch von Arbeiten eingeladen; unter

denen, die einen Ribarz besitzen wollten, waren Rodin, Cazin, Thaulow,

Raffaelli. Roll kaufte freigebig zwei holländische Bilder von seinem unbemittelten

 Kollegen, von dem er schon früher Studien erworben hatte. Aber

auch die Großen der älteren Generation wie Daubigny und Dupre freuten

sich, seine Bilder zu besitzen. Mit Rücksicht auf diese künstlerische Anerkennung

 ist es auch verständlich, daß er verhältnismäßig früh zum Societaire

der „Societe Nationale des Beaux-Arts" gewählt wurde, zu ihren Gründern

zählt und auch öfter Juror war.

Um es zu solchen Ehren zu bringen, war eine bedeutende Arbeitsleistung

 nötig, die einem festgesteckten Ziele zustrebte. Es ist kaum ein

Dezennium Zwischenraum von jener Zeit, wo der gänzlich fremde, wage-


            
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