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MAK

Full text : Monatszeitschrift X (1907 / Heft 6 und 7)

318.

Das Ausstellungswesen unter diese Gesichtspunkte zu fassen und die

Ausstellungen nicht als Selbstzweck, sondern als Ausgangspunkt bestimmter

praktischer und wissenschaftlicher Aktionen zu betrachten, ist Tradition des

k. k. Österreichischen Museums und eine gute. Es ist echt musealer Betrieb

kunstwissenschaftlicher Arbeit. Auf diesem Boden gedieh schon manche nützliche

 Frucht forschender Tätigkeit, die ja in der Kunstwissenschaft, wie sie sein

Ausstellung alter Goldschmiedearbeiten im k. k. Österreichischen Museum, Speisekelcb, Salzburg, XllLjahrhundert

 (Kalt. Nr. z)

soll, nicht von ästhetischen Reflexionen, die in der Luft schweben, sondern

vom Objekt und von möglichst reichern Material ausgehen soll. Die Scheu

vor dem Objekt, die so manchem Ästhetiker anhaftet, muß überwunden

werden, wenn man zu wirklichen Einsichten gelangen will; und man hat sich

oft mit scheinbar kleinlichen Dingen abzugeben, wenn man größere verstehen

 lernen will. Dort übrigens, wo wir es tatsächlich mit Kunst zu tun

haben, gibt es nichts Kleinliches, auch im kleinen nicht. Wir sind auch hier
            
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