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Full text: Monatszeitschrift XIX (1916 / Heft 3 und 4)

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unten durch l-Iorizontalbänder gefesselt sind; wenn sie reicher werden, so 
wandelt sich ein Teil der Stäbe in klassizistische Ornamente um, unter denen 
namentlich die Lotosblüte, die Doppelspirale, die fächerige Palmette ihren 
Rang einnehmen. Bei prunkvollen Anlagen wechseln später wohl auch 
derartige Formen mit skulptierten durchbrochenen Medaillons ab, wie an 
dem schönen Treppengeländer des Neuen Museums. 
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Das Meidlingzr Tor in Schönbrunn (nach Ilg und Käbdeho) 
Ein zweiter Typus wird durch Wiederholung größerer Abteilungen von 
meist quadratischer Grundform gebildet. Die von tektonischen Pfosten 
begrenzte Fläche formt sich entweder von innen heraus - etwa mit ein- 
beschriebenem Kreis und Stern oder Rosette - oder sie wird symmetrisch 
gegliedert mit antikischern Ranken- und Palmettenwerk (von der Schinkel 
eigentümlichen spiralig-trockenen Abart) gefüllt oder gar mit schweren 
figürlichen Motiven. Das schönste der Eisengußwerke sind die Balustraden 
der Schloßbrücke mit Füllungen von Delphinen, Seepferden und Meereswesen 
in wuchtiger architektonischer Rahmung. Tat der Klassizismus mitunter des
	        
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