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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst XXIII (1978 / Heft 160 und 161)


x

x 4

z Wagner

terkungen zu den sogenten

 Pacher-Zeichnungen

idangen

a eines Bischofs oder Abtes. mit Steinen und Perlen

itzt, mit Prafildarstellung des Trägers nach rechts;

er auf Papier, aquarelliert. 270 x 210 mrn. Handiftenabteilung

 der Universitatsbibliothek Erlangen,

Nr.: Bock Nr. 24.

kseite des Blattes aus Abb. 1: Derselbe Kopf mit Mivon

 vorne gesehen.

kungen 1-11

r auf Papier. aquarelllert, 210 x 210 mm bzw. 290 x 212 mm,

schriltenableilung der Universilatsbilbllothek Erlangen, lnv

nern s 24 und s 25

og -Dia Zeichnungen in der Universitalsbilbliothek Erlan-.

 bearbeitet von Elfried Bock, FrankfurllM. 192a, Textbend

-t2 und Abbildungen im Talelband.

1a Bock. Zeichnungen von Michael Pacher. ln' Festschrift lur

1. Friedländer zum eo. Geburtstag. Leipzig m21. s. u-zs

inrn. a. hier s. 29.

alvedere, s, 1930, s. vs-eo, hier s. 75.

ward Hempel, Das Werk Michael Pachers, W932, s. xx und

'. s. ss-ev.

dorHoppe, ZurAutlindung einesTatelbildesMichael Pachers.

iener Jahrbuch iur Kunstgeschichte, I6. 1954. s. ez-as.

Demus. Studien zu Michael Pachers Salzburger Hdchaltar. in

er Jahrbuch für Kunstgeschichte, 15, 1954. S. 57-115

us. wie Anm. B, hier S 115.

IIS. WIB Anm. B. hier S. 117.

us, abends.

Die Universitätsbibliothek Erlangen verwahrt unter

ihren Handzeichnungen zwei beiderseitig bezeichnete

 und aquarellierte Blätter' mit einervon drei Seiten

 dargestellten Mitra und einerAnsicht des oberen

Teiles eines PastoralesÄ MaxJ. Friedländer "war der

ersten. der bei einer gemeinsamen Betrachtung dieser

 Zeichnungen mit Elfried Bock. dem Autordes Erlanger

 Handzeichnungskataloges, "den Namen Michael

 Pacher aussprachrr. Obwohl für Bock "der

Boden des lndizienbeweises unsicher-A war. war er

von der Richtigkeit seiner Friedländer folgenden

Zuschreibunga wie davon überzeugt. daß die Erlanger

 Blätter hin der letzten Lebenszeit Pachers, die er

in Salzburg verbrachte, entstanden sein muBten-ß;

Otto Benesch schrieb in seiner Besprechung des Erlanger

 Kataloges. daß "Pachers großartige Studien

nach (l) einer Mitra und einem Pastorale. . . in Hinkunft

 zur Entdeckung weiterer Blätter des Pacherkreises

 führen werden"? Hatte jedoch Eberhard

Hempel schon 1932 Vorbehalte angemeldete. so war

die 1951 aufgefundene Josefstafel vom ehemaligen

Hochaltar der Salzburger Stadtpfarrkirche7 für Otto

Demus Ausgangspunkt eindringlicher Studien".

Denn die in großen Teilen an diesem (beschädigt erhaltenen)

 Tafelgemälde sichtbare Vorzeichnung

machte es möglich, r-zu den bisher vorgebrachten

Zuschreibungen von Handzeichnungen an Michael

Pacher kritisch Stellung zu nehmen-Ä Demus kam

zu dem Ergebnis, daß r-die Zuschreibung der Erlanger

 Zeichnungen bestechend genug war zu einer

Zeit. in der keine authentische Zeichnung Pachers

bekannt war. Angesichts der Salzburger Vorzeichnung

 kann jedoch an der Zuschreibung nicht festgehalten

 werdenrr".

Demus hat seine Gründe genau angegeben. wEs

fehlt ihnen (den Erlanger Zeichnungen) alles. was

die Zeichenkunst Pachers nach Ausweis des neuen

Fundes charakterisiert: die Spannung. die Exaktheit.

 die unmittelbare Übersetzbarkeit ins Plastische.

 . . . Auf den ErlangerZeichnungen sind die Linienzüge

 derGesiohter, Haare und Schultern weich,

spannungslos. beiläufig. Auch der Einwand. daß die

Köpfe nicht eigentlich Gegenstand der Darstellung

sind, sondern nur als Träger der Mitren fungieren,

daß ihre Umrisse hastig hingeschrieben sind, reicht

nicht hin, um die grundlegende Diskrepanz zwischen

 den Zeichnungen und der Josefstafel zu

überbrücken. . . . Überdies stehen die Typik der

Köpfe und ihr Ausdruck der Pacherschen Kunst (in

Zeichnung, Malerei und Plastik) durchaus fern. Das

Müde, Schlaffe und Unbedeutende dieser Gesichter,

 das Fehlen des organischen Zusammenhanges

von Kopf und Mitra-fast karikaturhaft wirkt in dieser

 Beziehung die Rückansicht -, all das ist der bis

zuletzt männlichen und kraftvollen Kunst Pachers

im tiefsten fremd".r:

Sieht man einmal von allen Fragen des v-Stils- ab, so

lassen sich doch diese präzisen Formulierungen bis

in unsere Tage ganz allgemein auf die Zeichenkunst

von Männern anwenden, welche hauptberuflich mit

dem Entwurf und der Herstellung von Gewändern

oder Schmuck zu tun haben, Hier ist nicht Raum genug

 für eine auch nur andeutende Darstellung der

vielfältigen und gewiß nicht leicht zu lösenden Probleme

 von i-Entwurf und Ausführung in der Kunst

der Spätgotikir. Aber zum einen scheint manchmal

(in einer etwas abwertenden Sicht der hartes minoresrr

 gegenüber den nhohen-r, den i-bildendenn Disziplinen)

 dem Kunst-wHandwerker-r kaum ein entwerfendes

 oder auch nur zeichnerisches Vermögen

zugebilligt worden zu sein. Wie im Falle Elfried Bock

wurden deshalb hVisierungen-r von Goldschmiedearbeiten

 oder Seidenstickereien Malern zugewiesen.

 Man hätte doch nur die Stäbe der auf den spätgotischen

 Tafelbildern dargestellten heiligen Bischöfe

 betrachten müssen. um sich der Fragwür-25


            
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