Buchdruck.
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Hughes & Kimber in L o n d o n hatten, aufser der oben befprochenen
Schnellpreffe, eine Satinirmafchine und eine Glättpreffe für Photographen, eine
Perforirmafchine und eine Paginir- und Numerirmafchine ausgeftellt.
Aus dem Fache derSchriftgiefserei waren ausgeftellt theils gedruckte
Schriftproben, theils Lettern, Matrizen und Stahlftempel:
Von den Firmen: Bruce’s Son & Comp, in New-York; Stephenfon,
Blake & Comp, in London und Reed & Fox in London; die Impri-
merie nationale de Lisbonne in Liffabon hatte unter andern auch eine
fehr fchöne grofse galvanoplaftifche Platte.
C. Derriey in Paris hatte neben feinen berühmten Schriftproben und
Stempeln eine ganze Colletftion von Numerirwerken verfchiedener Schriftkegel
ausgeftellt, die jedoch alle eine gröfsere als Schrifthohe hatten, fo dafs fie auf
einer gewöhnlichen Schnellpreffe fchwerlich verwendet werden können, wefshalb
auch unferes Bedünkens eine eigene Preffe mit tiefer liegendem Fundamente dazu
gehört, gleich der oben befprochenen von Alauzet Pere in Paris, oder dafs
diefelben auf das Fundament einer lithographifchen Schnellpreffe gefchloffen
werden muffen. Al. H aas’f che Schriftgiefserei in Bafel; Johann Enfchede &
Sohn in Harlem.
Aus D e u t fc hl a n d brachte die königliche Geheime Ober-Hof
buchdruckerei (R. v. Decker) in Berlin reichhaltige Schriftproben von 1776
bis 1873.Wilh. Gronau’s Buchdruckerei und Schriftgiefserei in Berlin, Gravir-
Arb eiten, Stempel und Schriftproben ;Plefse & Lührs in Hamburg, Logotypen
und Abbildung eines Schriftkaftens für Logotypen. Ueber das Unpraktifche der
Logotypen wurde fchon fo viel gefchrieben, dafs aufser Herrn Plefse, der von
jeher für Logotypen fchwärmte, wohl fchwerlich ein Buchdrucker fich damit
befaffen wird. Schriftgiefserei Flinfch in Frankfurt a. M.; YVilh. W ö lim e r s
Schriftgiefserei in Berlin; Sachs & Schumacher in Mannheim, Placat-
fchriften von PIolz, Setzfchiffe und Schriftkäften.
Aus Oefterreich waren vertreten die Firmen: „Bohemia“ Adtien-
Gefellfchaft für Papier- und Druckinduftrie (früher Gottlieb Haafe) in Prag;
Carl Faulmann in Wien (ftenographifche Typen, Matrizen und Stempel,
Schriftproben und Abdruck eines ftenographifchen Setzkaftens); Carl Fromme
in W i e n (unter anderen reichhaltigen Schriftproben eine gefetzte Firmatafel aus
Inferateneinfafsung); Leopold S o mm e r & Comp.; k. k. Hof- und Staats
druckerei; Poppelbaum & B a f s 0 w; Rudhard & Pollak, und J. H. Ruft
und Comp., fämmtlich in Wien.
Rufsland: Jofef J. L ehman n in S t. P e t e r sbur g ; Hippolyt Orgel
brand & Metfcheslaw in Warfe hau.
Rumänien: Peftemangiogliu in Braila.
Japan: Comite für den Orient und Oftafien Typen und galva-
nifche Matrizen.
Die Buchdruckerfchwärze und bunte Farben
(Gruppe III) waren vertreten durch die Firmen :
Gr 0 fs b r i t a nni e n: A. B. Fleming &Comp. in L e i th bei Edinburgh;
Corneliffen & Talle in L o n d o n; D e n t o n & Juftum inLondon;
D. Bewicke & Comp, in London.
Frankreich: Ch. G. Hardy Milori in P a r i s; D. C o r n i q u e t in
Paris; Prudon & Comp, in Paris.
Italien: Vincenz B aff o 1 i n i in M ai 1 a n d.
Deutfchland: Julius H o ft mann in Celle; Robert Gy fae in Ober-
Löfs n i tz-D r e s d e n; Gebrüder J a e n e ck e & Fr. Schneemann in Han
no v e r ; Albert IC a ft inStuttgart; Gebrüder Haenlein in Frankfurt a. M.