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VII. Sektion: Geographie.
Zügen mit den aufbauenden und oberflächengestaltenden Kräften
vertraut zu machen.
Aber nicht nur die feste Erdkruste, sondern auch die Luftund
Wasserhülle der Erde zieht der Geographieunterricht in den
Kreis seiner Betrachtung; daher mußte die Ausstellung auch eine
Gruppe für Physikalische Geographie bringen.
Haben die Schüler ein richtiges Bild von der Erdoberfläche
und von den klimatischen Verhältnissen der einzelnen Erdteile und
Länder gewonnen, kann auch die wirtschaftliche Seite der Geographie
herangezogen werden: die Wirtschaftsgeographie. Hierbei
legt der Schulgeograph den größten Wert darauf, die verschiedenartigen
Produkte der Naturreiche, welche einzelne Länderstriche
hervorbringen und die als Rohprodukte den Welthandel
beherrschen, in natura vorzuzeigen.
Schließlich betrachtet der Geographielehrer die Erde als den
Wohnsitz der Menschen; er behandelt die Ethnographie. Um diesen
Teil der Geographie in der Schule fruchtbar behandeln zu können,
ist es nötig, möglichst viele ethnographische Gegenstände zu
sammeln und vorzuzeigen.
Leider ist der Geographielehrer nur selten in der Lage, die
geographischen Objekte in natura vorzuzeigen, er muß zu guten
Abbildungen greifen, will er bei seinen Schülern eine richtige Auffassung
wecken. Nur ein kleiner Teil des so reichlich vorhandenen
Bildermaterials konnte in Gruppe XIII nach den Gesichtspunkten der
„allgemeinen Erdkunde” gruppiert werden, die, den Blick auf das
Erdganze gerichtet, große und typische Erscheinungen (Wüste,
Steppe, Erosionsgebilde, Hoch- und Mittelgebirgsformen u. s. w.)
über die ganze Erde hin verfolgt.
Die beste Nachbildung von Landschaften und geographischen
Objekten aller Art ist die Photographie. Diese ist aber zumeist zu
klein, um das auf ihr Dargestellte von einer ganzen Klasse rasch
und richtig erkennen zu lassen. Hier tritt als modernster Unterrichtsbehelf
das Skioptikon ein, weshalb die Ausstellung eine stattliche,
aber durchaus nicht erschöpfende Zahl von Lichtbildern oder
Diapositiven bringt.
Wie der Historiker, kann auch der Geograph den Unterricht
lebensvoller gestalten, wenn er seinen Schülern Münzen und
Geldwerte der verschiedenen Länder und Völker vorführt. Deshalb
wurde eine Sammlung geltender Münztypen ausgestellt, die natürlich
keinerlei Ansprüche auf Vollständigkeit erhebt, aber in den Fachgenossen
das Interesse für die Einrichtung einer Schulsammlung
kursierender Geldwerte wecken soll.
Die richtige Erfassung der geographischen Grundbegriffe ist
mit großen Schwierigkeiten verbunden, die nur zu überwinden sind
durch methodische Verwertung geeigneter Anschauungsmittel, wie
Bilder, Karten, schematischer Darstellungen, Diagramme und Apparate,
wie sie sich in der Abteilung für Methodik vorfinden.