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MAK

Full text : Jahrgang 6 (1903) (Heft 7)

welche  nicht  existiert.  Die  Maler  wissen  ebenso  gut  als  die  Bildhauer,  wie
schwierig  es  ist,  ihre  Werke  richtig  zu  beleuchten,  und  kennen  die  Veränderungen, ­
  welche  diese  durch  Wechsel  von  Platz  und  Umgebung  erleiden. ­
  Wie  oft  haben  wir  gesehen,  daß  infolge  einer  Umstellung  in  einem
Museum  ein  Bild,  welches  wir  lange  an  demselben  Platze  gesehen  haben,
entstellt  oder  aber  gehoben  wurde.  Er  irrt  auch,  wenn  er  die  Überlegenheit ­
  des  Ausdruckes  in  der  Malerei  behauptet.  Wenn  die  Malerei  manchmal ­
  eine  direktere  Einwirkung  auf  die  Menge  zu  haben  scheint,  so  hat
das  Gründe,  welche  Baudelaire  nicht  zu  erraten  scheint.  Ich  müßte  von
Ihrem  Thema  abschweifen,  um  weiter  davon  zu  reden.  ©00
©  „Als  Schlußfolgerung  Ihrer  Citation  von  Baudelaire  stellen  Sie  eine
Frage  über  das  Thema  des  Wettkampfes  zwischen  der  rein  dekorativen
Plastik  und  der  mehr  reellen,  ausdrucksvolleren.  ©0©
©  „Ist  diese  Frage  neu?  Manche  erzählen  uns  immer  wieder  von  Kunstrevolutionen, ­
  indem  sie  das  Vergangene  vergessen.  Es  gibt  Schwenkungen,
manchmal  ein  Zurückgreifen,  welche  sie  für  ein  Sicherheben  in  unbekannte ­
  Regionen  halten.  Ich  glaube,  daß  dieser  Kampf  besteht,  seitdem  es

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