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Volltext: Monatszeitschrift X (1907 / Heft 8 und 9)

 
 
und Straßburg vollzogen 
haben. Schon 1280 wird 
nach Sighart („Geschichte 
der bildenden Künste in 
Bayern") Gottfried der 
Schwabe als einer der 
berühmtesten Meister ge- 
nannt, dann die Meister 
Johannes, Lux, Elber, 
Rewter, Ulrich, Winder. 
Der wundervolle Pokal der Regens- 
burger Schützengesellschaft von 1586, 
welchen Baron Alfons v. Rothschild 
zur Ausstellung brachte, beweist 
das reiche, auf alten Traditionen 
ruhende Können der dortigen Meister 
des XVI. Jahrhunderts. Der Pokal 
ist H S gezeichnet, Rosenberg (Nr. 
1425) deutet das Monogramm auf 
Hans Strobe oder Hans Schmaller. 
Das Beschauzeichen im XVI. und 
Ausstellung alter Goldschmiedearbeiten im k. k. Österr.  Jahrhundert sind Zwei ge- 
Museum,Zuckerscha1e,französischmmx8oo(K.Nr.7z5) kreuzte Schlüssel,   Jahr- 
hundert wird ein G darüber gesetzt, 
womit nach den Mitteilungen des historischen Vereins für Oberpfalz und 
Regensburg das Gewerke bezeichnet ist, wie das bei vielen Regensburger 
Zunftzeichen der Fall war. Ein anderer Pokal aus der Rothschildschen Samm- 
lung, der gleichfalls zu sehen war, etwas jünger als jener, zeigt noch das 
Schlüsselpaar ohne das G und das Meisterzeichen MH (?) (Rosenberg 1427); 
es ist auch eine Arbeit allerersten Rangs. Regensburgisch dürfte auch der 
achtfach gebuckelte Becher (ohne Meisterzeichen) des Baron Tucher sein 
und derselben Zeit, Ende des XVI. Jahrhunderts, gehört eine AH gezeichnete 
Büchse der Sammlung Pappenheim an. Unser Museum hat ein paar silberne 
Leuchter vom Meister MF, der deutsche Ordensschatz einen Kelch, gezeichnet 
DMB (Rosenberg 1440 und 143g), aus dem XVII. Jahrhundert. 
In Ulm wurde seit 1394 jedes Stück, das über eine halbe Mark schwer 
war, mit dem Stadtzeichen versehen. Diese Einführung läßt auf frühe 
Tätigkeit der Goldschmiede in dieser Stadt schließen. Wie hoch sie 
IOO Jahre später in der Schätzung der Zeit stand, beweist, daß Kaiser 
Maximilian I. bei dem Ulmer Meister Jörg Oberer silbernes Tafelgeschirr 
arbeiten ließ. Rosenberg weist eine größere Zahl von Zeichen und vollen 
Namen Ulmer Schmiede nebst einiger ihrer Arbeiten nach. Die Gold-Elfen- 
beinschale des Hans Ludwig Kienlen (r572 bis 1635) aus der Sammlung Roth- 
schild und die Deckelkanne des Meisters K aus der Sammlung Boskowitz,
	        

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