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Volltext: Monatszeitschrift XII (1909 / Heft 4)

gestützten historischen Ausführungen 
versehen ist, bei den wichtigeren Stücken 
auf ähnliche oder verwandte Arbeiten 
in andern Sammlungen hinweist und dem 
Leser einen Überblick über das Vorhan- 
dene bietet. 
Der Katalog beginnt mit den an- 
tiken Vasen und Tonarbeiten, deren er 
über hundert aufzählt, und unter denen 
eine Anzahl von T anagrafiguren den in- 
teressantesten Teil darstellt. Die nächste 
wichtige Gruppe bildet das rheinische 
Steinzeug. O. von Falkes kürzlich er- 
schienenes zweibändiges Werk über 
diesen Gegenstand setzt uns in die Lage, 
über diesen Teil der Lannaschen Samm- 
lung guten Bescheid zu geben. Leisching 
Henkelkrug, Kreußen (Sammlung Lanna, Prag) hat Falke  ZU Rate gBZOgCU Und 
hebt, in der Einleitung wiederholt auf 
ihn verweisend, die besten Stücke der Sammlung hervor; so die schönen 
Arbeiten des Raerener Krugbäckers Jan Emens, ferner die seines Nach- 
folgers Kran, den prächtigen Grenzhausener Krug von Lenhardt Blum, die 
Krüge aus Höhr von Peter und Wilhelm Remy, dann die hervorragend 
schönen Siegburger Arbeiten, wie 4 Schnellen des Monogrammisten L. W., 
darunter wahre Prachtstücke von Wappenschnellen, endlich 6 Arbeiten von 
Hans Hilgers, einen Henkelkrug von Christian Knütgens und vieles andre. 
Im ganzen sind im Katalog 38 Raerener, 4 Frechener, 25 Grenzhausener, 
3x Siegburger und 2 Nassauer Steinzeuge angeführt, zu denen noch etwa 
30 weitere rheinische Steinzeugarbeiten kommen, deren örtliche Provenienz 
nicht angegeben ist. 
Weniger glänzend, aber sehr reichlich und mit Arbeiten aus der Blüte- 
zeit ist das fränkische Steinzeug, speziell Kreußen in der Sammlung vertreten. 
Eine dieser Arbeiten, ein Henkelkrug mit dem Pelikan, trägt, wie dies in 
dieser Gruppe höchst selten ist, den, wie es scheint, auf den Erzeuger zu bezie- 
henden Namen Michel Dehler. Zahlreich sind die Jagd- und Planetenkrüge, 
noch zahlreicher die Apostelkrüge, seltener solche mit Heiligenliguren sowie 
Kurfürsten- und Braut- oder Liebeskrüge. Einige vorzügliche Exemplare 
repräsentieren die Gruppe der sogenannten Trauerkrüge mit ihren Kreisen, 
Scheiben und netzartigen Einkerbungen, so daß sich die Summe der Kreußener 
Steinzeuge, auf 69 Stücke beläuft. Auch die folgende Gruppe, die der säch- 
sischen Steinzeuge ist sehr umfangreich und umfaßt Stücke vom XVI. bis 
zum Anfang des XIXJahrhundertS. Darunter sind Henkelkrüge und Flaschen 
mit den Kurschwertern, mit je einem männlichen und weiblichen Brustbild, 
mit Wappen und Figuralen Reliefs verschiedener Art sowie solche mit den 

	        

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