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Volltext: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 1)

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Gruppen Niedermayers, zum Beispiel die Herkulesgruppen, gehört haben. 
Von diesen I-Ierkulestaten besitzt die Eremitage auch zwei, nämlich den 
Kampf mit dem kretischen Stier und die Besiegung des Cacus. 
Ein glücklicher Zufallhat es gefügt, daß sich in der Eremitage die einzige 
bisher bekannte signierte Porzellanarbeit Ludwig von Lückes erhalten hat, 
der I7 50 in der Wiener Fabrik als Modellmeister angestellt wurde. Während 
sich die plastische Tätigkeit Niedermayers seit wenigen Jahren genauer fest- 
legen ließ, waren wir bisher ganz im unklaren über Lückes Arbeiten. Doch 
 
Abb. 2x. Wiener Porzellanligur „Der Herbst" van Ludwig von Lücke, um r75o (Kaiserliche 
Eremitage, St. Petersburg 
jetzt kennen wir ein bedeutsames vollbezeichnetes Werk des letzteren, das 
infolge seiner klar erkennbaren stilistischen Eigenart die Möglichkeit gewährt, 
auf dem Wege des Vergleiches andere Modelle des Bildhauers zu linden. 
Viele dürften es allerdings im Hinblick auf Lückes kurzen Aufenthalt in Wien 
nicht sein. 
Die Petersburger Figur (Abb. 20 und 21, Höhe 21 Zentimeter, Länge 
28 Zentimeter) hat den frühen großen blauen Bindenschild, ist unbemalt 
und von gelblicher Masse. Auch allerlei Brandsprünge sind vorhanden. 
Trotzdem hat der Künstler es für wichtig erachtet, an der Sockelplatte vom 
in großen Buchstaben seinen Namen „Ludewig von Lücke" einzugraben 
und das vom Modelleur mit dem Buchstaben O. ausgeformte Stück sorgfältig
	        

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