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Volltext: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 6 und 7)

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einen im wesentlichen altbekannten Typus. Halb liegend, halb stehend, ruht 
der Verstorbene, im priesterlichen Gewand und Pelzalmutium, mit dem 
Kopfe auf einem Kissen, während er seine Füße auf einen Hund setzt. 
Neben diesem hält ein Affe den Wappenschild, der, rechts geschrägt, eine 
sorgfältige Inkrustationsarbeit von weißem Kalkstein aufweist und mit 
einer im ganzen Bereich 
der Marmorplastik nie 
mehr geschauten Fein- 
arbeit elegant gezeich- 
neter Ranken überzo- 
gen ist (Abb. 30). Hinter 
dem Kissen breiten zwei 
Propheteniigürchen auf 
Konsolen einen kleinen 
Teppich aus. 
Die eigenartige Hal- 
tung des Körpers, na- 
mentlich die nicht ganz 
verständliche Betonung 
des rechten Beines, dürf- 
te sich durch den Um- 
stand erklären, daß der 
Stein von allem Anfang _ 
an auf diese Quer- und 
Schrägstellung der Plat- 
te gearbeitet war. Das 
Relief ist ziemlich Bach 
gehalten, so daß auch 
hier der enge Zusam- 
menhang zu den älteren 
Werken des Meisters 
nicht sofort in die Augen 
springt. Doch bricht in 
den verschiedenstenEin- _ _ _ 
zelheiten   Erin- Abb. 36. Von deEzigüiäf;(Esdrljzliiniilgsallägnschmiecben in der 
nerung an jene durch, 
am sinnenfälligsten vielleicht bei dem Pelzwerk und bei dem Hund. Für 
jenes genügt es, auf den Steindes Ulrich Kastenmayr, für diesen, auf den 
des Jacobus Hinderkircher hinzuweisen. Die bei aller Verschiedenheit der 
Reliefhöhe dennoch so übereinstimmende charakteristische Behandlung des 
Kopfes bedarf keiner weiteren Ausführung. Der außerordentlich markante 
Ausdruck stellt das Werk unmittelbar neben den Ulrich Kastenmayr. 
Noch in zwei Punkten verrät sich der Meister, einmal, indem er miniatur- 
artig der Umschrift ein kaum I5 Zentimeter großes Relief eines auferstehenden 
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