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Volltext: Monatszeitschrift XXI (1918 / Heft 11 und 12)

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photographische Aufnahme, entstanden unmittelbar ehe es dem Ferstelschen 
neuen Palais - das übrigens das triurnphbogenartige Mittelmotiv in seine 
Gartenfassade aufgenommen hat - gewichen ist, zeigt den Abstand zwischen 
Plan und Ausführung sehr deutlich (Abb. 3). 
Der Entwurf zu dem Gartengebäude gehört dem gleichen Ideenkreise 
an wie das erste Projekt für Schönbrunn oder Schloß Klesheim bei Salzburg; 
die diesen eigentümliche Verbindung von Idealentwurf und Festdekoration 
uns 
J . 
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Abb. 3. Das Liechtensteinsche Gartengebäude vor dem Abbruch. nach einer Photographie in den Sammlungen 
der Stadt Wien 
 
- aus Fischers Werdegang als Architekt so wohl begreiflich - charakte- 
risiert auch diesen zierlichen Bau. In breiten Stufen steigt das Gartenparterre 
empor, eingeladen und aufgenommen von den Armen der sich weitenden 
Freitreppe, hinter der die Fassade nur eine zierliche Schauwand bildet; 
die lebhafte Abstufung der vor- und zurücktretenden Front wird durch die 
reiche Füllung der einzelnen Wandfelder ausgeglichen; die Aufgabe, einen 
festlichen Abschlußprospekt der weitläuiigen Parkanlage zu schaffen, ein 
heiteres Schmuckstück, dessen zierliche Halbwirklichkeit den Blick zu den 
verdämmernden Weiten der Landschaft überleite, ist in geistreichster Weise 
gelöst. Die Ausführung hatte sich in ähnlichem Sinne zu bescheiden, wie
	        

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