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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe IX (1874 / 107)

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In Oberösterreich: 
Fachschulc, für Holzschnitzerei und Kuusttischlerei in Mondsee. 
n b y. und Marmorbereitung in Hallstudt, 
rv 1- Eisen- und Stahlindustrie in Steyr. 
ln Salzburg: 
Holzschnitzcreischule in Hallein. 
ln Schlesien: 
Webeschule in Bielitz. ' 
In Steiermark: 
Fruuen-Industrieschule des Gewerbevereines in Graz. 
Lehrwerkstätle für Schuhmacher in Graz. 
In Tirol und Vorarlberg: 
Spitzenklöppelschule der Finne Ulfenheim in Rietz. 
Fachzeichenschule für Kunststickerei, Weberei und Zeugdruck in Feldkirch. 
Lehrwerkstätte für Hnlzbildhauer in Imst. 
w v Holzschnitzerei in Innsbruck. 
Holzschnitzereischule zu St. Ulrich im Grödnerthale. 
Lehrwerkstatle für Hulzschnitzerei und Marmorbearbeitung in Taufers. 
Fachschule für Marmorbearbeitung in Laus. 
KLEINERE MITTHEILUNGEN. 
(Geschenke 8.11 das Museum.) Se. Majestät der Kaiser geruhten, 
ein von dem Glasmalerei-Institut Lorin in Chartres angenommenes Glas- 
gemälde den Sammlungen des Oesterr. Museums huldvollst zu überlassen. 
Dasselbe stellt die "Heimsuchung Marias- nach dem Gemälde von Se- 
bastiano del Piombo dar, welches von einem im modernen Renaissance- 
styl componirten Rahmen umgeben ist. 
Das hochw. f. e. Consistorium in Wien hat die bei Gelegenheit der 
Restaurationsarbeiten aus dem Frauenchore des Stefansdomes entfernten 
Compartirnente eines gemalten Fensters dem Museum geschenkweise 
überlassen. Es sind dies 16 Tafeln, die meisten gut erhalten, nur wenige 
in späterer Zeit aus Fragmenten zusammengestückelt. Zum grossen Theil 
enthalten sie decorative Architekturen, Thürmchen, Baldachine u. dgl. 
im Geiste der Blütheperiode der Golshik. Nur zwei zeigen ligurale Dar- 
stellungen; das eine drei Männer mit Judenhüten bei einem Altar, worauf 
eine Kerze, der eine bringt ein Lamm herzu. Es scheint also, dass ent- 
weder das Opfer Joachims oder jenes Melchisedeks, oder das Ostermahl 
beim Auszuge aus Aegypten gemeint sei. Die andere Bgurale Tafel stellt 
die Verkündigung vor. Diese Werke zeichnen sich durch eine unüber- 
tretfliche Pracht der Farben aus und können in dieser Beziehung der 
modernen Glasmalerei zum Muster gereichen. Sie gehören dem 14., 
höchstens dem Anfange des 15. Jahrhs. an. In letzterer Zeit, ca. 14.16 
bis 1430, arbeitete in diesem Chore ein Meister Stephan, Glasmaler. 
(Widmung) Der Bildhauer Herr Joseph Dollischek hat sich 
bereit erklärt, für das Gebäude der Kunstgewerbeschule Bildhauerarbeiten 
im Betrage von tausend Gulden unentgeltlich zu liefern. 
Für diese grossmüthige Widmung wird hiedurch der gebührende 
Dank ausgesprochen. 
 
Fortsequng auf der Beilage.
	        

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