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Volltext: Alte und Moderne Kunst V (1960 / Heft 10)

 
teltrakt der Gebäudegruppe, den 
Bürotrakt als Ostflügel für die Luit- 
verkehrsgesellsehaften und Flugsi- 
cherung mit dem daran anschließen- 
den Kontrollturm, den Westflügel 
als Restaurationstrakt, der über 
einen Treppenturm zu einer Aus- 
sichtsterrasse nach Westen hin er- 
weitert wird. 
Der Abfertigungstrakt ist für den 
Endausbau zwcigeschossig geplant. 
Für seine Auslegung ist das neuzeit- 
liche Prinzip des „konzentrierten 
lilughoies" angewendet, welches die 
Anordnung der Einrichtungen und 
Dienstleistungen lür alle Passagiere 
gemeinsam nach dem "Grundsatz 
der Gemeinnützigkeit, Zusammen- 
fassung und Wirtschaftlichkeit ge- 
stattet. Heute wird für die Abferti- 
gung nur eine Ebene herangezogen, 
während im Rollieldgesehoß ver- 
schiedene Dienste, wie Post, Sani- 
tät usw. untergebracht sind, welche 
später in ein eigenes, neu zu er- 
richtendes Gebäude umgelegt wer- 
den. Für die Vorfahrt an der Stadt- 
scite wird bereits heute die zweite 
Ebene für den Bus-Betrieb der Ge- 
sellschaften verwendet. Der gesamte 
Abfertigungstrakt ist in seiner An- 
lage flexibel, sodaß betriebliche 
Umstellungen, die durch organisa- 
torische oder sonstige Änderungen 
bedingt sind, jederzeit durch Um- 
 
stellung der Einbauten erfolgen 
können. Die Kapazität der Anlagen 
ist für die Erweiterung auf die Ka- 
pazität einer Startbahn ausgelegt, 
d. s. 30 Bewegungen pro Stunde oder 
18 Landungen bzw. Starts (60911) 
und zirka 900 Ankommende oder 
Abfliegende je Stunde. 
Bei den Neubauten am Flughafen in 
Schwechat wurde eine Reihe bau- 
technischer Entwicklungen zur An- 
wendung gebracht. Das Prinzip des 
Vorspannens des Stahlbetons lührt 
zu neuen Baugestalten. Für die Ab- 
fertigungshalle wurde eine Hänge- 
daehkonstruktion entwickelt, die 
aus einer (wem starken Spannheton- 
haut besteht, welche zeltartig zwi- 
schen Rahmcnreihen den Hallenbe- 
reich überdacht. Die Konzeption des 
Hallenraumcs mit dem konstrukti- 
ven Konzept entwickelt, vereinigt 
einen Hallenkranz, dessen Untertei- 
lung durch Friesbänder angedeutet 
wird. Über der Gepäckinsel ist eine 
Zwischendecke auf Slahlseilen ein- 
gehängt, welche die Installationen 
und Luftheizungsanlage aufnimmt. 
Die Dachsilhouette versinnbildlicht 
die Kurve von Landung und Start 
eines Flugzeuges. 
Viel Entwicklungsarbeit wurde für 
die Sichtbctonherstellung aufgewen- 
det. Das schlanke Stahlbetonskelett 
wurde zur Gänze in weißem Beton 

	        

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