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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXI (1976 / Heft 146)

Heidi Grundmann 
Bemerkungen 
zur analytischen Malerei 
30 
Kasimir Malewitsch, suprematistische Komposi- 
tion: Weiß auf Weiß, 1918 
Robert Ryman; Atelierwand, 1970 
Brice Marden, Tour lll, 1972 
1974 veranstaltete der Westfälische Kunstverein 
eine Ausstellung „Geplante Malerei". Die Idee 
zu der Ausstellung kam aus ltalien, wo es be- 
reits ähnliche Versuche gegeben hatte, in Grup- 
penausstellungen (aber auch in Kunstzeitschrif- 
ten) auf eine sich durch Einzelausstellungen ver- 
schiedener Künstler in den späten 60er und den 
ersten 70er Jahren ganz unspektakulär als Ten- 
denz bemerkbar machende neue Art der Male- 
rei hinzuweisen. ln den Besprechungen einzelner 
Ausstellungen, in den ersten Versuchen von Kri- 
tikern, diese Tendenz als solche einzugrenzen, 
und in Texten von Künstlern tauchten versuchs- 
weise die verschiedensten Benennungen auf: 
post-minimal painting, painting-painting, con- 
ceptual painting, nouvelle peinture, nuova pittu- 
ra und - eben als Titel der Ausstellung im West- 
fälischen Kunstverein (im Katalog der Ausstel- 
lung von Klaus Honnef gleich wieder in Frage 
gestellt) - geplante Malerei. Im vergangenen 
Jahr unternahm Klaus Honnef einen neuerlichen 
Versuch, die neue Malerei zu kategorisieren, 
diesmal unter dem Terminus „Analytisdwe Male- 
rei"'. ln diesem Versuch einer Begriffsbestim- 
Anmerkungen 1-5 
lKlaus Honnef, Catherine Millet: Analytiscl 
Edizioni Masnata 1975, La Bertesca, Geno 
Düsseldorf. 
"Honnefs Auswahl der überzeugendsten Vi 
„Analytischen Malerei" ist, wie man aus V4 
schon vor 1975 publizierten Texten ablesen 
Konsequenz aus seiner Begriffsbestimmung 
lytischen Malerei". Das Interesse für die 
Maler dürfte umgekehrt diese Begrifisbesti 
eintlußt haben. Zu Ryman und Marden schr 
(w. m); „Maler wie Robert Ryman und s 
schufen die Basis für die elementare Ana 
sie die malerischen Mittel - isoliert unc 
zueinander - s ei enständige Ausdruck 
monstrierten." Dieser atz muß als pragm 
kürzung innerhalb von Honnefs Argumel 
standen werden, da er sachlich weder de 
keit R mans noch der Arbeit Mardens gerec 
das Bi d als „cultural obiect" untersucht. 
'Robert Adrian: Modern Art Galerie, V 
kunst) 1976. Rolf Rose: Galerie Ulysses, 
'ln:74„Uber Kunst - On Art", DuMant-Sdnai 
19 
ß Honnet, ap. m.
	        

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