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Volltext: Alte und Moderne Kunst XVIII (1973 / Heft 128)

ach Westen mit dem Chor estühl van J. B. 
traub und der zerstörten rgel von Henge 
awie der Kanzel, Entwurf J. F. v. Hohenberg 
Warrkirche Laxenburg, Außenansicht von West- 
üd-West 
farrkirche Laxenburg, J. B. Straub, Gesamt- 
insicht der Kanzel 
arkungen 1-8 
:rh. v. Hormayr, Wiens Geschichte und seine Denk- 
digkeiten, 5, Wien 1824, S. 82 t. („Verachtung der 
diichte", „Haß gegen alle Vergangenheit, gegen 
s, was bisher als vornehm und heilig gegolten"). 
Groner-F. Czeike, Wien wie es war, 5. AufL, 
tn-München 1965, S. 5231524. 
Mathias Fuhrmann, Historische Bescheibung und kurz 
zßte Nachricht VON der Römisch. kdiserl. und könig- 
en Residenzstadt Wien und ihren Vorstädten, Wien 
1,1l. Teil, Bd. ll, XXIV. Cap., S. 496 ff. 
Saras, La plafond de la banque Royale de Giavanni 
onia Pellegrini in: Bulletin du Miisee Hongrois de 
ux-Arts, Nr. 21, 1962, S. 75 ft., mit den Abb. 56157. - 
5.: Gidvdnni Antonio Pellegrini in: Studi di Storia 
'arte in onare die Antonio Morassi, Venezia 1971, 
K85 65., bes. S. 289. 
Svenssan, Quadraturamdlaren Domenica Francia i - 
isthisioriska Studier. iulsagnade Sten Karling, Sto 
n 1966, S. 212 mit Abb. 4, S. 211. - ZU D. Francia 
Th B XII, S. 319. - Wichtig ist das zeitgenössische 
sil (L. Crespi, Vite de pittore bolognesi. Rom 
i) über das Fresko: cosi mnestre volmente vi riitsei e 
tal verita, che seguirono malte scomesse tra 
erse . . . che malte cose dipinte, non tassero altrimente 
inte, ma relevate e vere". 
:ner Zeitung Nr. E3 vom 15. Oktober 1732. 
L. Peisser, Diarium über die Neuerbauung der 
hf stlichen Domkirchen zu Brixen. 3 Bde. Ms. im 
linariatsarchiv Brixen, ll, 1747-1749, S. 89 f. - J. 
ingartner, Der Umbau des Brixner Domes im XVlll. 
rhundert in: Jahrbuch des Kunsthistarischen Instituts, 
, 1923, S. 146l147. - W. AschenbrennerlG. Schweig- 
esßzPgul Trager, SGlIbIHQ, ms, s. aa, und Anmerkung 
. 1 . 
"IE Rücksicht auf Vollständigkeit wurden hier erst- 
lig die Kunstwerke zusammengestellt, die sich einst- 
Is in der Schwarzspanierklosterkirche befanden. Das 
antliche Gnadenbild, eine „Sdiwnrzw Madonna, ist 
ienwürtig verschollen. Sie kam später in die ehe- 
lige Waisenhauskirahe Maria de Mereede (Serniner. 
ierkungen 8 ff. 10 s. S 18) 
 
 
 
 
 
 
 
 
den sollten. Insgesamt wurden damals in Öster- 
reich 738 und in Ungarn 138 Klöster aufgehoben. 
Mit der Prölatur des Schwarzspanierklosters 
wußte man bezeichnenderweise weiter nichts an- 
zufangen, als daß man das Gebäude 1781 ge- 
gen Höchstgebot versteigern ließ. Im Jahre 1787 
wurde schließlich der stattliche Chorturm der 
Kirche abgetragen. Für das Kirchengebäude 
fand man kennzeichnenderweise keinen anderen 
Verwendungszweck, als daß man es im gleichen 
Jahre zu einem - horribile dictu - Militär- 
bettenmagazin (l) degradierte. Von dem weite- 
ren, recht wechselvollen Schicksal der Kirche ist 
hier abzusehen. Durch die Bomben des zweiten 
Weltkrieges (1944) wurde das bereits im späten 
18. Jahrhundert angefangene - uns heute völlig 
sinnlos erscheinende - Zerstörungswerk schließ- 
lich vollendet. Von der einst so prächtigen 
Kirche - einer Sehenswürdigkeit Wiens im 18. 
Jahrhundert - blieb nur die Fassade erhalten. 
Mit der finanziellen Verwertung und der Trans- 
ferierung der aus Klosferbesitz anfallenden 
Kunstwerke und ihrer anschließend erfolgten 
Neuaufstellung wurde von seiten des Hofes 
Johann Ferdinand von Hohenberg (eigentlich 
Hetzendorf) (1732-1816) beauftragt. Er ist die 
Zentralfigur des frühen Wiener Klassizismus. 
3 
Aus der Stufenleiter seiner rasch aufeinander- 
falgenden Beförderungen kann man seine 
schnelle Karriere ablesen. Am 14. Jänner 1766 
wurde er in den Reichsadelsstand mit dem Prädi- 
kat „Edler von Hohenberg" erhoben. Vier Jahre 
später (1770) wurde er bereits zum ordentlichen 
Professor für Architektur an der Maler-, Bild- 
hauer- und Baumeisterakademie in Wien er- 
nannt, um schließlich 1776 noch zum „Wirkli- 
chen" Hofarchitekten zu avancieren. Damit 
wurde er dauernd in kaiserliche Dienste über- 
nommen". Kaiser Joseph II. ordnete an, daß als 
erste aller Wiener Kirchen die im I. Bezirk 
gelegene Augustinerhofpfarrkirche (Abb. 1) wie- 
der „gotisiert" werden solle. lnspizierende Be- 
suche des Kaisers sind für den 4., 6. und 12. Juni 
sowie für den 3. August 1784 bezeugt. Nach 
einer zutreffenden Charakterisierung A. Schne- 
richs ist die Augustinerhofpfarrkirche denn auch 
das erste beklagenswerte Beispiel einer „Ver- 
gotisierung" nach rücksichtsloser Entfernung der 
recht bedeutenden Renaissance- und Barack- 
ausstattung geworden m. In relativ kurzer Zeit 
(1784185) wurde diese uns heute reichlich merk- 
würdig vorkommende „Regotisierung" durchge- 
führt. Dazu gehörte beispielsweise auch der da- 
mals neuerbaute Musikchor. Bereits am 6. Jön- 
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