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Full text: Monatszeitschrift XI (1908 / Heft 10)

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faltung ihrer Wirkung gelangen. Die ungeheure Schar der Gläubigen ist so 
der Untergrund, auf dem die überragenden T empelbauten triumphieren, die 
nur den Geweihten der Gottheit zugänglich sind. Auch kleinere Grabdenkmale, 
die in das Gebirge gestellt wurden, weisen den gleichen pyramidalen Stufen- 
-,. man" I _. 4 
1 
i. 
Wendeltreppe im Schloß zu Blois 
bau auf. In- 
nerhalb von 
geschlossenen 
Vorhöfen er- 
heben sich 
diese Tempel- 
chen auf ho- 
hemUnterbau 
zu beträcht- 
licher Höhe. 
Oft liegt auch 
eine künstleri- 
sche Absicht 
darin, das 
kleinere Ele- 
ment der be- 
gehbarenStu- 
fe durch die 
große Zahl 
der erforder- 
lichen Tei- 
lungen den 
geschlossenen 
Massen an- 
derer Bauteile 
gegenüberzu- 
stellen, um 
diese dadurch 
größer und 
massiger er- 
scheinen zu 
lassen. So 
wird die Stu- 
fenreihe fast 
zum Oma- 
ment und bleibt sogar manchmal vom Zweck der Begehbarkeit ganz unab- 
hängig. Zentralamerika birgt alte und merkwürdige Bauwerke dieser Art, die 
wohl auch Kultbauten waren. Diese primitiven und doch eigenartigen, künst- 
lerisch anmutenden Werke eines in Mexiko eingewanderten Volksstammes 
(der Azteken) sind in ihrem Wesen Stufenpyramiden, die ein Tempel oder
	        

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