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MAK

Full text : Monatszeitschrift XII (1909 / Heft 3)

IEN. DIE GEISTLICl-IE SCHATZKAMMER IN DER I-IOFBURG.

Vom LdiesesMonats angefangen ist die Geistliche Schatzkammer des Allerhöchsten

Kaiserhauses in der Hofburg an jedem Dienstag, Donnerstag und Samstag von 10 bis x x Uhr

für das Publikum geöffnet. Wir werden über diesen nun der allgemeinen Besichtigung und

dem Studium zugänglich gewordenen reichen Schatz zumeist dem XVII. und XVIII. Jahrhundert

 entstammender kirchlicher Kunstwerke in einem der nächsten Hefte von „Kunst

und Kunsthandwerk" eingehend berichten.

ARBIGE ZEICHEN ZUR VERSINNLICHUNG VON LÄNDERN

UND NATIONEN spielen von alters her eine bedeutsame Rolle. Vorn stolzen

Reichspanier bis zum bescheidenen Fähnlein irgendeines wenig genannten Gemeinwesens

zeigt jedes solche Abzeichen seine Farben mit Würde und mit dem Ausdruck unverkennbaren

 Selbstbewußtseins. Und mit Recht; sind doch alle die Banner, Fahnen, Kokarden und

so weiter als Farbenträger die Repräsentanten größerer oder geringerer Machtfaktoren, die

wohl danach angetan sind, allen gebührenden Respekt für sich in Anspruch zu nehmen.

Trotz aller dem Gegenstand zugeschriebenen Bedeutung hat jedoch die Kenntnis der

richtigen Verwendung der Farben, wie sie zu gedachten Zwecken bei den Praktikern wohl

vorausgesetzt werden müßte, bisher wenig Verbreitung gefunden. Zeugnis hiervon geben

die vorkommenden Fragen anläßlich einer vorzunehmenden Beliaggung und die nicht

seltenen Fehler, die bei solchen Gelegenheiten auftauchen. Es war daher gewiß ein dankenswertes

 Unternehmen, wenn in jüngster Zeit von berufener Seite ein handliches Werkchen

geschaffen wurde, das über Landes- und Nationalfarben in ihrer verschiedenartigen Verwendung

 bündige Auskunft gibtf Wir haben es hierbei nicht etwa bloß mit einem trockenen

Verzeichnis zu tun, es wird vielmehr der Zusammenhang der farbigen Abzeichen mit dem

Wappenwesen in sehr lebendiger Weise vor Augen geführt, ja geradezu durch den Hinweis

auf die einfachsten Grundsätze der Heraldik der Boden vorbereitet, auf dem leicht ein fruchtbringender

 Zweig der Kunstübung gedeihen kann. 4

Eine gewisse Einschränkung des Zweckes erfahren ein paar der vorgeführten Beispiele

durch den Umstand, daß vorkommende heraldische Beigaben nur flüchtig behandelt werden.

Dies wäre wohl besser zu vermeiden gewesen, auch dann, wenn vielleicht schon in naher

Zeit eine Abänderung des betreffenden Gegenstandes möglich sein sollte. Macht

MITTEILUNGEN AUS DEM K. K. ÖSTER-REICHISCHEN

 MUSEUM 51b

USSTELLUNG SCHWEDISCHER VOLKSKUNST UND HAUS-INDUSTRIE.

 Am 17. vorigen Monats wurde im k. k. Österreichischen Museum

eine Ausstellung schwedischer Volkskunst und l-Iausindustrie eröffnet und am selben Tage

von Seiner Exzellenz dem Minister für öffentliche Arbeiten Ritt, welcher in Begleitung des

Sektionschefs Dr. Adolf Müller und der Sektionsräte Dr. Schaukal und Baron Klimburg

erschien, eingehend besichtigt. Zum Empfang des Ministers hatten sich eingefunden:

der schwedische Gesandte Baron Beck-Friis, der Direktor des Österreichischen Museums

Regierungsrat Dr. Leisching mit den Vizedirektoren Regierungsräten Folnesics und

Dr. Dreger, die Kustoden Regierungsrat Ritter und Dr. Schestag und Amanuensis Dr. von

Schönbach, der Direktor der Kunstgewerbeschule Professor Roller mit den Professoren

Regierungsrat Herdtle, Breitner, Hoffmann, Macht, Dr. Stmadt, Frau Guttmann und Fräulein

von Stark, die Direktrice der Kunststickereischule Fräulein Lorenz mit dem Lehrkörper.

' H. G. Srröhl, Landesiarhen und Kokarden. Mir zahlreichen Illustrationen. 8', 75 S. Berlin. Ernst

Morgenstern, xgiu. Mk. 3,-.
            
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