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Full text: Monatszeitschrift XIX (1916 / Heft 5, 6 und 7)

und Silberschmied Johann Känischbauer von Hohenriedf" Der Goldschmiede- 
abteilung wurde ein Nürnberger Becher auf Fuß, Silber (Marke N A S), ein 
schöner Augsburger Deckelbecher (Marke I H M), eine Wiener Dose von I7x4 
(Marke G C M, Georg Caspar Meichl?), ein Deckelkrug, Silber vergoldet, Wien, 
XVII. Jahrhundert, Anfang, eine reich getriebene und ziselierte Prager Zucker- 
dose von x 78g, Meisterzeichen G W, mitWidderköpfen als I-IenkeLeine Zucker- 
dose, das Mittelband mit Girlanden und Vögeln an Blumenkörben, getrieben, 
der Deckel mit einem Blumenstrauß, frei gearbeitet, Meisterzeichen J K, 
Wien (.7), Anfang des XIX. Jahrhunderts," eine glatte Puderdose, Wien, um 
1790, Meisterzeichen J I (P); eine Wiener Pique-Dose von 1775, Meisterzeichen 
J D, eine Prager Dose mit reicher Gravierung von 1805, Meisterzeichen F S, 
und eine Wiener Dose von 1820, Meisterzeichen H O, zugeführt. Auch der 
Spiegelrahmenü": aus der Zeit Maria Theresias ist eine treffliche Erwerbung. 
Die wertvollste Bereicherung der Goldschmiede- und Bijouterieabteilung 
zugleich und überhaupt eine der größten Kostbarkeiten, die wir in letzter 
Zeit erworben haben, ist das Reliquiar (Ostensoriurn),'{' bezeichnet J. M. 
(Johann Moser) 1782, dessen Entwurf vielleicht, dessen Juwelenschmuck 
aber gewiß von dem berühmten I-Iofjuwelier der Kaiserin Maria Theresia 
und der Kaiser Josef II., Leo- 
pold I.und Franz II., Franz Edlen 
von Mack, herrührt. Die im 
Aufbau und allen Einzelheiten 
treffliche, streng Josetinische 
Goldschmiedearbeit ist von 
Mack aufs reichste mit Steinen 
besetzt worden, deren Anord- 
nung und Farbenzusammen- 
stellung unübertrefflich ist; an 
Steinen sind verwendet: außer 
einem dichten Belage von böh- 
mischen Granaten, apfelgrüne 
Moldavite, Amethyste, Wein- 
topase und unzählige Brillanten 
alten Schliffs. Die Fassung der 
Steine zeigt höchste Vollendung, 
i Vgl. auch meine Aufsätze: „Zur Ge- 
schichte der Wiener Gold- und Silberschmiede- 
kunst" in „Kunst und Kunsthandwerk" (Sonder- 
abdruck mit Meisterlisten) und ebenda „Die 
Ausstellung alter Gold- und Silberschmiede- 
arbeiten irn k. k. Oesterreichischen Museum 
xgoy", Jahrgang VII und X. 
H" Abgebildet auf Seite 228. 
4"" Abgebildet auf Seite 225. 
{Abgebildet in meinem Aufsatz: „The- 
resianischer und Josefinischer Stil" in „Kunst 
und Kunsthandwerk", XV, und hier Seite 23x. Trinkglas, ges:hliflen, österreichisch, um xBoo 

	        
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