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MAK

Full text : Monatszeitschrift IX (1906 / Heft 8 und 9)

D25



Ausstellung der Wiener Kunstgewerbeschule. Silberne Gürtelschnalle mit Email, entworfen und ausgeführt von

Hans Ofner (Stark-Schule)

Er fesselt immer, auch hier durch sein Kartenspiel aus englischen Königsbildnissen und

mit dem famos saftigen Blatt: „Queen Victoria Watermann", mit dem roten Wamms gegen

Wasser und grünen Rasen und dem Windsor-Hintergrund. Aber das Eigenste seiner Art

war doch stärker in den früheren Holzschnitten, in den Studiobildnissen der Queen,

Wisthlers und dem derbdrallen Alphabet.

PREISAÜSSCHREIBEN. Das kunstgewerbliche Museum in Prag schreibt aus den

von der dortigen Handels- und Gewerb ekammer gewährten Mitteln folgende Preisaufgab en

aus: I. Eßbesteck (LöFfel, Gabel und Messer) aus Silber, mit plastisch verzierten Griffen. Verkaufspreis

 höchstens 30 Kronen (das Dutzend Eßbestecke höchstens 350 Kronen). Erster Preis:

300 Kronen; zweiter Preis: zoo Kronen; dritter Preis: too Kronen. II. Damensacktuch

mit breitem Besatz in geklöppelter Spitze (aufLösung der Ecken ist Rücksicht zu nehmen).

Maß 30 bis 36 Zentimeter im Quadrat. Verkaufspreis höchstens 40 Kronen. Erster Preis:

200 Kronen; zweiter Preis: x50 Kronen; dritter Preis: xoo Kronen. III. Wasserllasche mit

Trinkbecher aus Kristallglas mit graviertem Dekor. Der Verkaufspreis darf nicht 15 Kronen

übersteigen. Erster Preis: 200 Kronen; zweiter Preis: x50 Kronen; dritter Preis: x00 Kronen.

Die zur Konkurrenz eingereichten Gegenstände müssen sich durch selbständige Auffassung

und technisches Können auszeichnen. Nähere Bestimmungen enthält die Konkurrenzordnung.

 An der Konkurrenz können sich in Böhmen ansässige Kunstgewerbetreibende

oder bei solchen in Verwendung stehende Mitarbeiter beteiligen; ferner die nach Böhmen

zuständigen absolvierten Schüler der k. k. Kunstgewerbeschule in Prag und der gewerblichen

 Fachschulen Böhmens und die in den betreffenden Fächern selbst schaffenden

Künstler. Die Arbeiten sind längstens bis x. November 1906 an das kunstgewerbliche

Museum in Prag abzuliefern; dieser Termin ist unwiderrufbar. Der Name des Konkurrierenden

 darf bei der Ablieferung nicht bekannt gemacht werden; die betreffenden Arbeiten

 sind mit einem Motto oder Zeichen zu versehen und der Name und die genaue

Adresse sind in einem versiegelten Umschlag, welcher das gleiche Motto oder Zeichen

trägt, beizulegen; sind der Entwerfer und der Erzeuger verschiedene Personen, müssen

beide genannt sein. Überdies ist zum ausschließlichen Gebrauche der Museumsverwaltung

ein zweiter Umschlag beizufügen, welcher nicht zurückgestellt wird und welcher nur die

Angabe des Preises der betreffenden Arbeit zu enthalten hat. Die beiden Umschläge sind

durch Aufschriften: „Adresse" oder „Preis" zu kennzeichnen.

REISAÜSSCHREIBEN. Im Auftrag der Stadt Ludwigsburg und des Vereins für

Fremdenverkehr dieser Stadt schreibt der Württembergische Kunstgewerbeverein

einen Wettbewerb zur Erlangung eines Plakatentwurfes für die Stadt Ludwigsburg

aus. Der Entwurf muß sich für Steindruck oder Buchdruck eignen. Die größere Seite des

ausgeführten Plakats soll 85 Zentimeter nicht überschreiten; der Entwurf ist mit Rücksicht
            
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