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MAK

Full text : Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), zweiter Band, officieller Ausstellungs-Bericht

V.  Bewegliche  Brücken.

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grosse  Ausbildung  in  der  Construction  der  Drehbrücken  hervorgerufen. ­

Um  den  reichen  diesfälligen  Stoff  sichten  zu  können,  werden
wir  die  Drehbrücken  in  Bezug  auf  die  örtliche  Stellung  des  Drehpunktes, ­
  in  Bezug  auf  die  Construction  der  Tragrippen,  ferner  in
Bezug  auf  die  Anordnung  des  Drehzapfens,  weiters  in  Bezug  auf
die  Bewegungsmeclianismen  und  endlich  in  Bezug  auf  das  Freimachen
der  Lagerung  vor  der  Drehung  zu  betrachten  haben.
a)  Oei'tliche  Stellung'  des  Drehpunktes.
Hier  können  vier  Fälle  eintreten:
1.  Zwei  Drehpunkte,  je  einer  auf  einem  Widerlager;  die  Brücke
ist  hier  also  zweiflügelig.
2.  Ein  Drehpunkt  auf  einem  Widerlager;  die  Brücke  ist  hier
also  einflüglig.
3.  Ein  Drehpunkt  auf  einem  in  der  Mitte  des  Fahrwassers
lagernden  Pfeiler;  die  Brücke  ist  hiebei  doppelarmig.
4.  Ein  Drehpunkt  auf  einem  seitwärts  stehenden  Drehpfeiler;
die  Brücke  ist  also  u  n  gl  ei  ch  ar  mi  g.
In  Bezug  auf  die  geschichtliche  Entwickelung  dieser  Anordnungen. ­
  welche  durch  die  Beschreibung  der  durch  Duleau  im
Jahre  1824  (Receuil  de  dessin  &  de  l’ecole  des  ponts  et  chausöes
tom.  II.,  sowie  in  Crelle,  „Journal  für  Baukunde“  1833)  unternommenen ­
  Reise  nach  Belgien  und  England  wesentlich  gekennzeichnet ­
  wird,  ist  zu  bemerken,  dass  die  einflügeligen  und  zweiflügeligen
Brücken  die  älteren  Constructionen  sind;  Drehbrücken  mit  Mittelpfeilern ­
  (Drehpfeilern)  wurden  zur  Zeit  der  Canäle  wegen  der  Profilversperrung ­
  fast  gar  nicht  angewendet,  erst  die  Zeit  der  Eisenbahnen
hat  diese  Constructionsart  hervorgerufen.
b)  Construction  der  Tragrippen.
Anfangs  bediente  man  sich  fast  ausschliesslich  zur  Construction
der  Tragrippen  nur  des  Holzes  und  wendete  je  nach  der  Spannweite,
einfache  oder  künstlich  verstärkte  Balken  an.
Der  Aufschwung  im  Baue  der  eisernen  Brücken  verdrängte
jedoch  nach  und  nach  bei  den  Drehbrücken  das  Holz,  und  schon  1804
entwarf  der  Engländer  Walter  Drehbrücken  in  Gusseisen.

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