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Volltext: Monatszeitschrift X (1907 / Heft 8 und 9)

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Arbeiten begegnen wir im Salzkammergut. Nur eine Form fehlt uns dort 
gänzlich - das Apothekergefäß, der italienische „albarello" von zylindrischer 
Gestalt oder als Kanne mit Ausgußrohr. Die Sitte, die Apotheken als Ver- 
sammlungsräume zu wählen, hat sich auf Italien beschränkt und daher nur 
dort die künstlerische Behandlung dieser Gefäße gezeitigt. 
Die Gmundener Hafner erzeugten im XVIII. und XIX. jahrhundert: 
I. Marmoriertes Geschirr in den kombinierten Farben Grün, Blau, Grau, 
Braun und Weiß. Die beliebteste Form waren die sogenannten Pfeifen- 
schüsseln, bald kleinere, bald größere Teller von ovaler, seltener runder 
  
Maßkrug mit der heil. Familie. Krug mit den Figuren der Evangelisten 
Um 1770 aufGittergrund. Bezeichnet 1777. Besitzer 
Karl v. Görner in Linz 
Form mit gewellter, gegen die Mitte fächerartig zusammenlaufender Fahne. 
Zuweilen war im Spiegel eine kleine Figur in Relief angebracht. Diese 
Schüsseln dienten mehr zum Zimmerschmuck als zum Gebrauch, waren 
ungemein beliebt und fanden auch außerhalb des Landes starken Absatz. 
2. Grün und braun gesprenkeltes und grün geflammtes Geschirr. In 
Wien führte es auf den Märkten die Bezeichnung „Gmundener Geschirr", 
in Gmunden selbst „Wiener Geschirr". Der älteste Vertreter der gespren- 
kelten Ware ist ein Weihbrunn im Linzer Museum. Über den mit relieiiertem 
Kruzifix geschmückten Becken erhebt sich auf zwei gewundenen Säulchen 
der muschelförmige Baldachin. Die Platte ist belegt mit dem Brustbild eines
	        

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