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Volltext: Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 12)

Seidenstotf, teilweise samtartig und mit gesponnenem 
Papiergolde. I]; der natürlichen Größe 
Speziell für gewerbliche Lehr- 
anstalten sind Klausurarbeiten von 
besonderer Bedeutung, weil diese 
Schulen in der Mehrzahl der Fälle 
eine abgeschlossene fachliche Bil- 
dung zu vermitteln berufen erschei- 
nen und ihre Schüler mit Rücksicht 
auf die Forderungen der gewerb- 
lichen Praxis zum selbständigen 
Schaffen auf ihrem Fachgebiete in 
höherem oder geringerem Grade zu 
erziehen bemiissigt sind. Jede Kraft 
entwickelt sich aber nur durch kon- 
sequente Übung und so muß auch 
die Kraft selbsttätiger Erfindung aus 
der konsequenten und sachgemäßen 
Anleitung der Jugend geweckt und 
systematisch weiterentwickelt wer- 
den. Wenn auch die gesamte der- 
malige Art der Unterweisung von 
dieser Tendenz beherrscht wird, 
wenn auch alle wie immer gearteten 
Übungen vom Zeitpunkt des Ein- 
trittes der Schüler in die Schule bis 
zum Verlassen derselben (Treffen 
von Formen und Farben, Aufsuchen 
und Wiedergeben der charakteristi- 
schen Merkmale von Naturobjekten 
undFachgegenständen, Gedächtnis- 
übungen, Herstellung von selbst- 
erdachten Reihungen und Gruppie- 
rungen, Umwerten von Naturformen 
zu Kunstformen, Anfertigung von 
Werkzeichnungen nach Skizzen 
und Photographien, Entwerfen ein- 
facher Gebrauchsgegenstände etc.) 
darauf abzielen, die Erlindungsgabe 
und den Schaffenstrieb ununter- 
brochen zu fördern und fort zu ent- 
wickeln, so vollziehen sich doch 
alle diese Arbeiten unter einer mehr oder minder ausgedehnten Einfiußnahme 
des Lehrers, sei die Mithilfe auch nur auf mündliche Weisungen beschränkt, 
und geben daher kein verläßliches Bild über den geistigen und manuellen 
Gewinn, der dem Schüler aus dem vorangegangenen Unterrichte erwachsen
	        

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