MAK

Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XIII (1878 / 153)

lZO 
Art. 4. Die Arbeitszeit betragt täglich neun Stunden. 
Art. Um in die Schule aufgenommen zu werden, muss sich der Bewerber dar- 
über ausweisen: 1. dass er das 15. Altersiahr zurückgelegt habe; 2. dass ihn seine Kennt- 
nisse dazu befähigen, die Schule mit Erfolg besuchen zu können. 
Art. 6. Schüler und Hospitanten haben eine einmalige Einschreibegebühr von 
Fr. 5.- zu entrichten. Das Schulgeld beträgt für die Fachschüler Fr. ao.ä per Se- 
mester. Für die Hospitanten richtet sich dasselbe nach den Unterrichtsfächern und der 
Stundenzahl, beträgt aber mindestens Fr. 10.- per Semester. - Mit Bewilligung des 
Schulvorstandes dürfen in der Schule für den Verkauf bestimmte Arbeiten ausgeführt 
werden. Die Verwerthung solcher Arbeiten besorgt das Museum und vergütet dem be- 
tretfenden Schüler den erzielten Netto-Erlös 
Art. 7. Arn Ende des Jahres findet eine öffentliche Prüfung, verbunden mit der 
Ausstellung der gemachten Arbeiten, statt. Schüler, welche die Schule während min- 
destens zwei Semestern besucht haben, erhalten Fähigkeitszeugnisse. 
Die Schule wurde unter der Leitung des Herrn Josef Regl von der Kunstgewerbe- 
schule des k. k. Oesterr. Museums für Kunst und lndustrie in Wien, Anfangs Mai 1378 
eröffnet. Das vorstehende provisorische Reglement wird s. Z. durch ein ausführlicheres 
ersetzt werden. 
(Internationale Ausstellung für die geaaminte Papierindnstrlef) Diese zu 
Berlin vom 16. Juli bis 31. August 1878 stattfindende Ausstellung ist die erste Fachaus- 
stellung ihrer Art und verdient die Beachtung der lnteressenten; sie wird in dem Exerzir- 
hause des z. Garde-Regiments in der Karlsstrasse stattfinden. Die Ausstellung wird sich 
besonders durch viele in Betrieb befindliche Maschinen auszeichnen und den Besuchern 
damit einige höchst interessante Fabricationszweige zur Anschauung bringen. Programme 
stehen in deutscher, englischer und französischer Sprache bei Herrn Karl Hofmann, 
Civil-Ingenieur und Verleger der Papier-Zeitung, Berlin SW., Charlottenstrasse 82; kosten- 
frei zur Verfügung. 
Die ältesten Stücke Sahiniedeiaen, welche man kennt, sind wahrscheinlich die 
Sieheln, die von Belzoni unter der Basis der Sphynx in Karnak bei Theben gefunden 
wurden, die Klinge, welche Oberst Wyse in der grossen Pyramide eingemauert fand, und 
das Stück einer Sage, welches Layard zu Nimrod ausgegraben hat. Diese Gegenstand: 
befinden sich jetzt im Britischen Museum. Sie beweisen, dass das Eisen und die Kunst, 
es zu schmieden, viel früher bekannt war, als man bis dahin angenommen hatte; dass 
dieselbe anfangs geheim gehalten wurde und dass es Jahrtausende erforderte, bis es in 
allgemeinen Gebrauch, ja auch nur nach Europa kam. Asien ist also auch die Wiege 
des Eisens und des Stahles. Der erste Stab Damascener Stahl, von dem man weiss, 
wurde Alexander dem Grossen von König Porus überreicht. Jahrhundertelang übertrafen 
die chinesischen Rasirmesser jeden europäischen Stahl an Schneide und Dauerhaftigkeit. 
(A. A. z) 
Kuuilgewerhasciulu zu Dresden. Kunstgewerbovorein Dresden. 
A" d" llönißl- Kllllßtßßwßrbßßßhllle Preisausschreiben von Entwürfen zu: 
zu Dresden ist die sieue eines 1. Einem completen Kaffee-Service, 
. 1. Preis 125 Mk. a. Preis 75 Mk.; 
Lehrers für Fraihantlzoichnen L einem Pgkah, ,_ „ms 90 Mkw 
sofon zu besetzen. ' 2A Preis 75 Mk-i 
3. einem Stoffmuster, i. Preis 90 Mk., 
Die Kenntniss der Proieciionslehre ist 2. Preis 50 Mk.; 
erwünscht. Der Besuch einer Kunstgewerbe- 4. einem e i nfa c he n T hü rb e sch l a g, 
schule ersten Ranges oder eine architekto- " Preis 9" Mk" 2' preis 50 Mir A 
nische Ausbildung erforderlich Einsendungstermm bis 1. September incl. 
d. J. Ausführliche Programme gratis. 
Näheres die Dlrecllo"? Dresden, Antonsplntz Nr. 1. 
Prof. c. emr. I n" Vorstand: o. Graif. 
Hierzu eine Beilage: 
Die heraldisch-genealog-sphragist. Ausstellung des Vereines nAdleri in Wien. (Forts.) 
antun-m. du Guten. Killilllll. summa-m van cm Geruldü Bahn m Wien
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.