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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVIII (1883 / 214)

 
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„Mittheilungen des k. k. Oesterreieh. Museums." 
275. 
276. 
Feiner gelblicher Wollstolf mit schmaler combinirter Gobelinborte 
(schöne Blattmuster und Beränderung durch Jotaal-Linien) undschmaler 
gewebter Wollborte als Besäumung (lista), welche auf blauem Grunde 
lancirte geometrische Weissmuster enthält. Letztere ist aufgenäht. 
F ragment einer rothen, mit weissen Streifen dessinirten Wollentunica 
Die noch sichtbare aufgenähte Gobelinspange (s. Nr. 124) bietet auf 
violettem Grunde eine zarte Weisse Ornamentirung. 
277. Bruchstück einer Leinentunica mit schöner, in alterthümlichem 
278. 
279. 
280. 
281. 
282. 
283. 
IX. Bd. 1883. 
Stil gehaltenen Halsschlitz-Borte und Achsel-Orbiculus. Die mit einer 
schwarz-weiss gedrehten Schnur besetzte Halsborte bietet unter 
Rundbögen gestellt abwechselnd Blumen und Früchte, sowie Vogel- 
gestalten (Hähne .7) Das eigenthümlich stilisirte Dessin des orbiculus 
enthält auf einem weissen Viereck ein mir unerklärliches Ornament. 
Auf dem, Halsborte und Achselorbiculus verbindenden, schmalen 
Börtchen erscheint das Kreuzzeichen v}! aufgestickt. 
Viereckige, in Leinwand plane eingearbeitete tabula, welche einen 
Rundschild mit der Darstellung zweier chimärischer Bestien in sich 
schliesst. ln den Winkeln je eine nach aussen gekehrte Entenfigur. 
Brusttheil einer sehr kleinen Linnentunica mit dem Ueberrest einer 
plane eingearbeiteten Gobelinspange (s. Nr. 124): auf rothem Grunde 
Greife (cum gryphis) und vegetative Stilisirungen. 
Bruchstück einer auf Leinenzeug genähten alterthümlichen Gobelin- 
borte: auf Wellenranken wechseln Rosetten mit Granatäpfeln 
(s. Anm. zu Nr. 1x7) ab. Sehr geschmackvolles Muster. 
Aehnlich wie Nr. 276, nur sieht man hier noch den blattförmigen 
Ausläufer der Spange mit der Darstellung einer dämonischen (?) 
Figur. 
Bruchstück einer auf uni-gestreiftem Linnen applicirten Gobelinspange 
alterthümlicher, doch leider stark beschädigter Ornamentation. 
Sehr merkwürdige schöne, 18 Centimeter breite Gobelinborte einer 
leinenen Prachttunica. Diese dreitheilige Borte enthält in der mittleren 
breiten Zone eine (mit durchsichtigem Byssusgewande bekleidete?) 
weibliche Figur en face, knieend, in den ausgestreckten Händen 
Kränze haltend. Links und rechts davon schreiten je drei Personen, 
welche in ihren Armen Perlhühner (s. Nr. 226) als Votivgaben 
tragen, heran. Dazwischen Blattgewinde. Die obere schmale Zone 
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