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Volltext: Alte und Moderne Kunst XI (1966 / Heft 87)

Wendung der liurhrthmic auf die Bildforvn 
hat auf Kurzweil. der ebenfalls Anthrnpor 
soph und Verehrer Rudolf Steiners xxar, 
entscheidenden, xorbildhaften TCinflUlS aus- 
geubt. Bald yog sich Kurzweil jedoch von 
der Vereinigung Seccssion zurück und 
blieb nur noch in freundschaftliehem 
Kontakt mit (Äarl Moll, Wilhelm List und 
(iustnv Klimt. liine Berufung an die 7 
heute nicht mehr bestehende 7 „Kunst? 
schule {iir liraucn und Älrldchen", wo er 
zunächst den "Kurs für Zeichnen und 
Xlillen narh dem lebenden Modell" uherr 
nahm, forderte SClH [nteresse an der 
PUHfilIlhGlCfCl. Zahlrcich sind die Bildnisse 
junger Damen, denen er, seiner eigenen 
Schwermut folgend, einen melancholischen 
Ausdruck xcrlieh. ln den letzten beiden 
Schill-liensjnhren, die Kurzxveil zum Teil an 
der Front als Kricgsmaler verbrachte, 
entstanden Bilder expressiven Charakters. 
Virtuos trug er mit der Spachtel die Farbe 
auf, fern von iedeni Realismus im Banne 
der Entwicklung zum (isterreichischen 
lixpre "ionißmus. Seinem vielversprechen- 
den Schal-Yen vtzte der Künstler am 
9. Nlai 1910 ein iixhcs, unerwartetes linde. 

	        

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