MAK

Full text: Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 4)

ihm liebgewordene 
Werk seines Le- 
bens: die K0lossal- 
statue „Physische 
Energie", die in dem 
Hofe desBurlington- 
Hauses steht und für 
ihn selbst, der sie 
geschaffen, die pas- 
sendste Grabschrift 
scheint. Wie lange 
stand sie doch in 
Watts Atelier, in Mel- 
buryRoad! Nach die- 
sem Hause pilger- 
ten andächtig ganze 
Ströme von Besu- 
chern, um dieWatts- 
Galerie zu sehen. 
Kurz vor seinem 
Tode wurden die 
Bilder nach Guild- 
ford geschafft und 
dort in einem Ge- 
bäude in Sicherheit 
gebracht, dessen 
Pläne speziell für 
diesen Zweck seine 
begabte Gattin ent- 
George Frederick Watts, Die Hoffnung Werfen hatte' Watts 
nimmt als Modelleur 
und Bildhauer einen bedeutenden Rang ein. Seine intime Kenntnis der Be- 
schaffenheit des Pferdes befähigte ihn, bei seinen Reitergruppen jene natür- 
liche Wirkung hervorzurufen, die man in solchen Fällen so oft vermißt. Sein 
vorher erwähntes plastisches Hauptwerk beschäftigte ihn während eines be- 
trächtlichen Teils seines Lebens. Ihm widmete er seine Liebe und seine 
beste Kraft. Mit der Vollendung dieses Werkes schien es, als ob damit seine 
Lebensmission verkündet wäre. 
Ich frage mich nun, ob diese seine Lehre von den kommenden Genera- 
tionen vollauf verstanden werden wird und wie viele jener Allegorien, durch 
die er berühmt wurde, mit der fortschreitenden Entwicklung der Ideen im 
Einklang stehen werden. Wird der starke Glaube an seine Ideale von mehr 
als einigen wenigen begriffen und beachtet werden? Würde aber selbst sein 
kräftiges Hoffen und sein Vertrauen auf den schließlichen Sieg des Guten
	        

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