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MAK

Full text : Monatszeitschrift XI (1908 / Heft 5)

nicht auf einem alten Bestand

aufgebaut sind, lehrt der Besuch

 der ländlichen Wohnhausanlagen

 aus der zweiten

Hälfte des XIX. Jahrhunderts.

Gegen die Barbarei dieser

 Anlagen haben Künstler

und Kunstfreunde auch in

Österreich schon oft ihre

Stimme erhoben. ].von Falke

hat in seinem liebenswürdigen

Buch über den „Garten" nach

sehr ausführlichen historischen

 Betrachtungen die Charakterlosigkeit

 der Gartenanlagen

 seiner Zeit aufgezeigt.

Der Landschaftsmaler-J.

 E. Schindler hat einen Teil

seines künstlerischen Werks

dem formalen Garten gewidmet

 und mit Feder und

Pinsel seine Anschauungen

verteidigt.

Er hatte als Maler die

feinste Empfindung für die

Bedeutung des „Menschenwerks

 H in der Natur und Vase mit Drachenköpfen am Halsansazz, bunt bemalt (Aus dem

„Wiener Porzellanwerk")

suchte es auf, wo es am reizvollsten

 war, im Garten. Er drückte wiederholt die Überzeugung aus, obwohl

er einer naturalistischen Periode angehörte,

 daß reine Naturnachahmung

überall und immer unkünstlerisch wirkt

und keine Kunstwerte schaffen kann,

also auch nicht im Garten. Der gerade

Weg als führende Linie, die streng

geformte ebene Fläche als Ruhepunkt

für das Auge, die bestimmten Linien von

Treppen, Terrassenmauern, Laubengängen

 und Gartenhäusern waren ihm

die wertvollsten Elemente der Teilung

und Formgebung, darum auch der archi-Schokolade-Obenasse,

 vorne in Graumalerei das tektonisch gegliederte Garten die reifste

Porträt Kaiser Franz 1., rückwärts das Mono- Leistung des Gartenbaues _ In vielen

"gramm F. P. aus Rosengirlanden (Aus dem _ ._ _

„w„„e,Po„en„,w„k.-) Bildern aus dem Suden, insbesondere



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