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MAK

Full text : Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 2)

und der Schilderung des alten Brennverfahrens verdient

Albrechts Publikation Beachtung. Die Nachfolger der Vest im

Handwerk waren: Lorentz Speckner, Hafner ab 1621, 1658 zugleich

 Bürgermeister - Johann Lorentz Speckner, Sohn des

Vorgenannten, geboren um 1635 - Leonhard Schmidt, um

Abb n Moddmi, 1615 - Johann Schmidt, Sohn des Vorgenannten, um 1650 e V

Fmßaumß", Johann Dietrich Schmidt, um 1660 - Balthasar Sayler, um

Meister Kaspar X

v,s,(vg„„hb_ m 1650 -Hans Wagner, um 1620 - I-Ians Neubauer, um 1650.

Als die Hersteller der mittels der alten Vestschen Formmodeln

in der Mitte des XVII. Jahrhunderts massenhaft erzeugten Apostel-, Jagd- und

Planetenkrüge erscheinen die beiden Töpfer Johann Schmidt und Johann

Dietrich Schmidt, welche ausdrücklich als Krugmacher bezeichnet wurden,

sowie der Mei- '

ster Balthasar i

Seyler, dessen

Signatur sich

auf einer Hohlform

 mit der

Figur eines

Apostels (in der

Sammlung der

Stadt Creußen)

findetVomI-Iafner

 Hans Wagner

 (um 1620)

wissen wir, daß

er Krüge mit dem bekannten Kettenmuster fertigte (vgl. Abb. 15). Meister

Johann Georg Schmidt, geboren 1723, gestorben 1760, der letzte aus

dieser Krugmacherfamilie, soll i auch gegen eine ihm vom Landesfürsten

angebotene Erkenntlichkeit - sich geweigert haben, seine Kunst andere zu

lehren und sein gesamtes Werkzeug sowie sonstiges Werkstattmaterial in

den I-Iintermühlweiher an der Südwestseite der Stadt versenkt haben. Apostelund

 Jagdkrüge hat er kaum erzeugt, denn die spätesten Exemplare dieser

beiden Gruppen tragen die Datierungen 1708 und 1709. Er ist also wohl als

der Fertiger der hellbraunen unbemalten Töpferware anzusehen.

 Versuche, in Creußen die Kunst der alten Meister

zu neuem Leben zu erwecken, blieben bis heute erfolglos.

Die fabriksmäßige Herstellung von Steinzeuggeschirr, wie

sie beispielsweise in der Rheingegend vor sich geht, läßt

kleine handwerksmäßige Betriebe nicht aufkommen. In

der getreuen Nachbildung Creußener Krüge haben sich

Sälzer in Eisenach undFleischmann in Nürnberg mitErfolg

betätigt. Leider unterliegen diese mit den besten Absichten





Abb. 25. Aus dem Kunstbilchlein des Heinrich Vogtherr, Straßburg 1535 (VgLAbb. 24)



Abb. 26. lnnungssiegel _ _ _ _

der Hafner zu Creußen erzeugten Imitationen dem Mißbrauch im Kunsthandel.
            
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