MAK

Volltext: Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 11)

 
Weltausstellung zu St. Louis, Kaminpanie, Architekt Leo Nachtlicht, Berlin 
Tapeten mit leichten Pflanzenmotiven die Wände; dazu geschnitzte Tür- 
pfeiler, reichgestickte Portieren, ein sehr eigenartiger Kamin mit Relief- 
schnitzereien und farbige Kacheln, alles Schülerarbeit. 
Nun kommen wir in den Raum der Wiener Kunstgewerbeschule, der 
durch gediegene Einfachheit auffällt. Weiss und Schwarz sind in der 
Dekoration vorherrschend. Dadurch kommen die eigenartigen Gobelins, die 
Metallmosaiken und Glasmalereien voll zur Wirkung, sowie die ausgestellten 
Gegenstände in den Vitrinen, die hier jeder mit Staunen und Bewunderung 
betrachtet - selbst noch ehe er weiss, dass es Schülerarbeiten sind! Prags 
Kunstgewerbeschule ist in einem Raume untergebracht, der als Saal eines 
Landhauses gedacht ist. Eichenholz und Palisandereinlagen, ein Kamin aus 
böhmischem Marmor, dekorative Malereien verleihen ihm einen mehr 
wohnlichen als ausstellungsmässigen Charakter. 
Unter den Arbeiten der Wiener Kunstgewerbeschule geben unter 
anderen Fritz Dittls Statuette eines Jünglings, Antoinette Krassniks „Maske", 
die Statuetten von Friedrich Powolny Zeugnis, wie ernst unter den ver- 
schiedenen Meistern (den Professoren Metzner, Kolo Moser) die 
Skulptur betrieben wird. Mehrere Schüler von Professor Stephan Schwartz 
haben Metallarbeiten geliefert, die durch besondere Eigenart fesseln, so 
70'
	        

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