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Volltext: Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 5 und 6)

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Sammlung v. Pannwitz, Pluviale, Venezianisch, XVI. Jahrhundert 
angefertigte Gemälde im Innern des Deckels (vergleiche Brüning) alle 
hohen Anforderungen, die an Porzellanmalerei aus der besten Meißener 
Frühzeit gestellt werden können. Die reizend schöne Komposition ist von 
unerreichter Vollendung und vornehmster Wirkung. Ein prachtvoller, 
61 Zentimeter hoher Spiegelrahmen mit frei modellierten Blumen und Palm- 
zweigen auf reichem Rokaillewerk schließt sich würdig an, desgleichen ein 
interessantes Zierstück, die Wappen der Grafen Brühl zeigend, die von drei 
Putten gehalten werden; auch hier ist der Aufbau so luftig und doch so 
harmonisch gegliedert, daß das kleine Kunstwerk für den Stil der Zeit vor- 
bildlich genannt werden kann. Ein sehr ansprechendes Modell ist auch das 
zierlich bemalte herzförmige Vexierkännchen mit prächtigen Chinoiserien 
(um x725), sowie eine Terrine und zwei Kannen aus dem Service, welches 
August II. an den Kurfürsten Klemens von Cöln schenkte. Von den vielen
	        

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