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Volltext: Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 10)

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Tod die Kaiserin nie verwinden konnte. Noch führte sie fünfzehn Jahre 
mit starker Hand die Zügel der Regierung, von 1765 an mit Kaiser Josef 
als Mitregenten. Seine künstlerische Richtung ist der Klassizismus oder, 
wenn wir so wollen, das österreichische Louis XVI, welches die Eigen- 
tümlichkeit hat, sich auf Wiener Boden weit früher zu entwickeln, als 
Ludwig XVI. auf den Thron gelangt war. Hiervon wird noch die Rede sein. 
Die altehrwürdige Hofburg, welche aus der Renaissanceepoche das 
Schweizertor, aus der Zeit der italienischen Barocke auf Wiener Boden den 
Leopoldinischen Trakt des Burnaccini, aus der Zeit der Höhenentwicklung 
 
Aus dem Palais des Fürsten Paar in Wien 
der heimischen Barocktätigkeit Staatskanzlei, Hofreitschule, Hofbibliothek 
von Fischer von Erlach Vater, Lucas von Hildebrandt und Fischer von 
Erlach Sohn enthält, hat auch in der Maria Theresianischen Zeit mehr- 
fache Veränderungen und Erweiterungen erfahren. Jadot de Ville Issey, 
der Erbauer der Akademie der Wissenschaften, hat die in ihrer strengen 
Einfachheit doch monumental wirkende Botschafterstiege geschaffen, und in 
zahlreichen Innenräumen der Hofburg ist unter Maria Theresia an die Stelle 
der älteren Wand- und Plafondbehandlung reiche und zierliche Rokoko- 
dekoration eingedrungen. 
Interessant und typisch für die Verzierungsweise hölischer Repräsen- 
tations- und Wohnräume ist auch die kaiserliche Residenz in Innsbruck,
	        

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