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Volltext: Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 10)

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das Hausgesetz über Erbfolge, Einheit und Unteilbarkeit des Reiches, blieb 
siegreich, die Absichten Frankreichs, Österreich zu zerstückeln, wurden voll- 
ständig vereitelt. Schon die folgenden acht Friedensjahre bringen jene großen 
inneren Reformen, welche das Ferdinandeische Staatsideal erst ganz lebendig 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Schreibkasten aus dem Stifte St. Florian, Oberösterreich 
machen. Mit Haugwitz, Cho- 
tek, I-Iatzfeld wird die Ver-' 
waltung Österreichs auf neue 
zentralistische Grundlagen ge- 
stellt, jetzt erst durch stehende 
Steuern an Stelle der Kontri- 
butionen ein geordneterStaats- 
haushalt, jetzt erst ein stehen- 
des Heer geschaffen. Das 
Beamtentum wird neu orga- 
nisiert, der Adel, auch der 
böhmische und ungarische, 
durch Amt, Pflicht und Gunst 
eng an den Hof geschlossen 
und nach Wien gezogen, das 
Schulwesen verbreitert, das 
Verhältnis zur Kirche 
geregelt, Manufakturen 
werden gegründet und 
begünstigt, der Baukunst 
und dem Kunsthand- 
Werk neue fruchtbare 
Aufgaben gestellt. Thea- 
ter und Musik nehmen 
ähnlich wie unterKarlVI. 
und Leopold I. im Leben 
des Hofes und der Gesell- 
schaft einen großen Raum 
ein, jedoch mit dem 
Unterschiede, daß neben 
italienische Oper und 
französisches Schauspiel 
auch deutsche Komödien 
treten und eine Volks- 
bühne sich zu entwickeln beginnt. Die Erfordernisse des Theaters bringen 
zahlreiche künstlerische und kunsthandwerkliche Kräfte zur Entfaltung, 
welche ihre Schulung dann auch bei der Ausstattung von Schlössern und 
Palästen verwerten. 
Die Regierungsform ist natürlich absolutistisch, aber man beginnt auf 
die Stimmungen der Völker zu hören und es kommt, wie schon Hormayr
	        

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